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Logistik IT ERP-Software einwandfrei – Anwendungsfehler waren mitschuldig

| Redakteur: Robert Weber

Vor einigen Wochen berichteten wir über den Insolvenzfall Winkelbauer aus Österreich. Der Kreditschutzverband von 1870 (KSV), ein privatwirtschaftlicher Gläubigerschutz-Verband aus Österreich, und das Börsenportal „be24.at“, schrieben damals: „Bei der Erweiterung des ERP-Systems um die Lagerwirtschaft kam es zu schwerwiegenden Fehlern, welche dazu führten, dass der Materialeinsatz falsch erfasst wurde und auch Kalkulationsfehler auftraten, die als Grundlage für die Preisfindung zu niedrigen Preisen führten.“ Recherchen unserer Redaktion ergaben jetzt, dass nicht die Software das Problem war, sondern die Anwendung der Lösung eine Mitschuld trägt.

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Ein Insolvenzverfahren muss nicht immer das Ende des Unternehmens bedeuten.
Ein Insolvenzverfahren muss nicht immer das Ende des Unternehmens bedeuten.
(Bild: Weber)

Dazu teilte das Unternehmen mit: „In den Medien wurde als einer der Gründe für die Insolvenz von Winkelbauer Fehlkalkulationen im Zuge der Implementierung eines neuen Lagerbewirtschaftungssystems genannt. Diese Aussage ist so nicht richtig, die Software als solche funktioniert einwandfrei. Die genannten Probleme sind vielmehr durch eine mangelhafte Abbildung der betroffenen Unternehmensprozesse, fehlende Kenntnis der Anwender über die Funktionsweise der Software beziehungsweise durch daraus resultierende Anwendungsfehler aufgetreten.“

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