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EU-Forschungsvorhaben „Cosatt“ Erste Forschungsergebnisse zur Verbesserung der Ladungssicherung vorgestellt

| Redakteur: Claudia Otto

Nach umfangreichen Praxistests und Belastungsmessungen können Verlader und Transporteure von Papierrollen bald mit Konstruktionsverbesserungen bei Lkw und Sattelaufliegern rechnen. Dieses Zwischenfazit zog Projektleiter Gerrit Hasselmann vom Dortmunder Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) auf der Transport Logistic 2011 in München.

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Gerrit Hasselmann, Fraunhofer-IML: „Gemessen wurde mit Beschleunigungssensoren in allen drei Raumachsen bei Umschlag und Transportvorgängen.“ Bild: Fraunhofer IML
Gerrit Hasselmann, Fraunhofer-IML: „Gemessen wurde mit Beschleunigungssensoren in allen drei Raumachsen bei Umschlag und Transportvorgängen.“ Bild: Fraunhofer IML
( Archiv: Vogel Business Media )

Bestandteil des noch bis Ende 2011 laufenden EU-Forschungsvorhabens „Cosatt“ ist auch die weitere Optimierung von Ladungssicherungsmaßnahmen. Die Messungen fanden im Lübecker Hafen und bei Überlandfahrten auf Landstraßen statt und wurden von der Lübecker Hafengesellschaft unterstützt.

Durch ihre Beteiligung an dem EU-Forschungsvorhaben und Bereitstellung eines Sattelaufliegers mit niedergezurrten Papierrollen sowie eines 45-Fuß-Seecontainers will die norddeutsche Spedition Bode nach eigenen Angaben dazu beitragen, die Sicherheit von Mensch und Material weiter zu verbessern.

Maßnahmen mit mehr Sicherheit ausführen

Die Messungen des IML-Verpackungslabors liefern Zahlenwerte für Beschleunigungen, die beim Anheben, Schwenken und Absetzen für Trailer und Container anzunehmen sind. Damit können laut Hasselmann sowohl Maßnahmen zur Bildung von Ladeeinheiten als auch Ladungssicherungsmaßnahmen mit deutlich mehr Sicherheit ausgeführt werden.

Hasselmann: „Gemessen wurde mit Beschleunigungssensoren in allen drei Raumachsen bei Umschlag und Transportvorgängen. Durch Kombination mit Kraftmessdosen konnten Zusammenhänge zwischen Vorspannkräften in Spanngurten und Beschleunigungen vertieft werden. Mit der Folge, dass der Umschlingungsfaktor ‚k’ neu definiert werden muss.“

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