Verpackungstechnik Erweiterte Preisauszeichnung

Überlastete Verkehrswege, unzureichende Lagerbestände und Just-in-Time-Lieferungen zwingen die Unternehmen in einen harten Wettbewerb. Produktionsrationalisierungen sind meist nur begrenzt möglich, daher gilt es oftmals, die verbleibenden Potenziale in den logistischen Prozessen auszuschöpfen. Bizerba hat die klassische Preisauszeichnung deshalb um die RFID-Technik erweitert.

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Platzsparend ist der Transponder an der Rückseite des Smart Labels angebracht. Er bezieht seine Energie aus einem Aktivierungssignal des Schreib-Lese-Gerätes parallel zum Druck der Etiketten.
Platzsparend ist der Transponder an der Rückseite des Smart Labels angebracht. Er bezieht seine Energie aus einem Aktivierungssignal des Schreib-Lese-Gerätes parallel zum Druck der Etiketten.
( Archiv: Vogel Business Media )

Der Technologiehersteller Bizerba aus Balingen hat die Funktechnik Radio-Frequency-Identifikation, kurz RFID, in das bestehende Produktportfolio integriert. Mit Hilfe der RFID-Technik lassen sich viele Arbeitsprozesse in der Logistik und Intralogistik schneller abwickeln und besser überwachen. Etwa Prozesse an Warenein- und -ausgang, die zuverlässige Aufdeckung von Materialschwund sowie die lückenlose Rückverfolgbarkeit von Produkten.

Eines der RFID-fähigen Geräte ist dabei der Drucker der Baureihe GLP. Er kommt als Etikettendrucker sowohl in der lebensmittelverarbeitenden Industrie als auch im produzierenden Gewerbe und in der Logistik zum Einsatz.

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Das Spektrum der unterschiedlichen Etikettenarten reicht dabei vom klassischen Preisauszeichnungsetikett über Logistik- und Deklarationsetiketten bis hin zu Schmuck- und Palettenetiketten mit einer Breite von 40 bis 168 mm und einer Länge von 8 bis 500 mm.

Kein zusätzlicher Platzbedarf der RFID-Anwendung

Für die RFID-Anwendungen mit Hoch-Frequenz und Ultrahoch-Frequenz kommt eine voll integrierte Schreib-Lese-Einheit zum Einsatz. Diese kann Daten auf dem Transponder so genannter Smart Labels speichern und verarbeiten – zusätzlicher Platzbedarf auf dem Etikett fällt dabei ebensowenig an wie zusätzlicher Platzbedarf für das Codiersystem.

Der Transponder selbst ist ein passives System, das auf der Rückseite des Etiketts angebracht ist und seine Energie aus einem Aktivierungssignal des Schreib-Lese-Geräts parallel zum Druck der Etiketten bezieht. Im Gegensatz zum Strichcode muss er nicht unmittelbar eingescannt werden, sondern sendet von selbst elektromagnetische Radiowellen aus, sobald er vom Sendergerät angefunkt wird.

Die Smart Labels werden auf einer Endlosrolle geliefert und sind dünn und flexibel genug, um auf Pakete aller Art aufgeklebt zu werden. Sie lassen sich während des RFID-Schreibvorgangs im Thermodirekt- und Thermotransferverfahren bedrucken und sind unempfindlich gegen Sonnenlicht, Nässe oder Schmutz. Das so genannte Easy-Link-RFID-Konzept ermöglicht es, die GLP-80/160-Drucker in ein bereits bestehendes System zu integrieren. In der Regel sind dabei auf Anwenderseite kaum Softwareanpassungen notwendig, um den Inhalt der Transponder im gleichen Arbeitsgang mit dem Druck von Klartext oder Barcodes zu programmieren.

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