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Reichelt Elektronik Erweitertes Kleinteilelager geht in Betrieb

| Redakteur: Jürgen Schreier

Sande (js) – In Hochstimmung präsentierte sichFirmenchefin Angelika Reichelt beim MM-Besuch in der Reichelt-Zentrale in Sande bei Wilhelmshaven. Dies war wohl in erster Linie der Tatsache

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Noch wird geschraubt und getestet, doch in wenigen Stunden soll Stufe 2 des automatischen Kleinteilelagers produktiv gehen. Bild: Schreier
Noch wird geschraubt und getestet, doch in wenigen Stunden soll Stufe 2 des automatischen Kleinteilelagers produktiv gehen. Bild: Schreier
( Archiv: Vogel Business Media )

Sande (js) – In Hochstimmung präsentierte sichFirmenchefin Angelika Reichelt beim MM-Besuch in der Reichelt-Zentrale in Sande bei Wilhelmshaven. Dies war wohl in erster Linie der Tatsache zuzusprechen, dass die Inbetriebnahme der zweiten Ausbaustufe des automatischen Kleinteilelagers nur noch eine Frage von Stunden war – auch wenn da und dort noch ein wenig geschraubt, programmiert und getestet wurde.

Ausgestattet mit zwei zusätzlichen Regalbediengeräten, neuen Ein- und Auslagerstationen sowie der für Reichelt Elektronik typischen „hausgemachten“ und damit optimal auf die Bedürfnisse des Unternehmens abgestimmten Steuerungstechnik, „wird es uns den gewohnten 24-Stunden-Inhouse-Durchlauf wieder ermöglichen“, zeigte sich die rührige Unternehmerin bei einem „Lokaltermin“ im Lager überzeugt. Zusätzlich zur „Hardware“ wurde ein neuer Logistikworkflow implementiert, der den Zugriff auf häufiger bestellte Artikel oder „Schnelldreher“ beschleunigen soll.

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Denn das rasante Umsatzwachstum hatte die vorhandene Logistik-Infrastruktur des Technik-Sortimenters, der mit dem Versand elektronischer Bauteile begann, gelegentlich an die Grenzen ihrer Kapazität gebracht. Über 30000 Artikel gilt es mittlerweile zu lagern und zu kommissionieren, wobei das Sortiment in den letzten Jahren um Produkte aus der PC- und Netzwerktechnik sowie der SAT- und Audio-/Video-Technik erweitert wurde.

Neue Produkte bedeuten logistische Herausforderung

Und so manch neues Produkt im Katalog bedeutete eine neue logistische Herausforderung, wie Angelika Reichelt beim Gang durch das Lager an zahlreichen Beispielen sehr plastisch schilderte. Waren es in der Vergangenheit eher kleine Elektronik-Artikel, durch die die Logistikstrukturen geprägt wurden, so wurde das Programm durch eine Vielzahl großvolumiger Produkte erweitert.

Den Anforderungen unterschiedlicher Artikel- und Verpackungsgrößen stellt sich das Unternehmen immer wieder aufs Neue – gilt es doch diese Packungsbreite über alle Stufen hinweg ohne Reibungsverluste automatisch zu fördern, verpacken und zu versenden.

Aber „geht nicht“ gibt‘s nicht im Hause Reichelt. Schließlich kennt Angelika Reichelt jeden Winkel ihres Unternehmens bis ins Detail. Nie geht sie durch die Lager- und Versandabteilung, ohne kritisch die logistischen Prozesse registrieren und über Optimierungsmöglichkeiten nachzudenken. Kontinuierliche Verbesserung – anderswo Gegenstand dicker Kaizen-Handbücher und endloser Diskussionsrunden: Bei Reichelt Elektronik wird diese einfach gelebt.

Doch ist es nicht nur die perfekte Logistik, durch die sich das Unternehmen in Sande von der Konkurrenz abhebt. Nicht weniger Wert legt Perfektionistin Angelika Reichelt auf einen optimalen Kundenservice. So soll ein bestelltes Produkt im Normalfall innerhalb eines Tages in den Versand gehen, denn nicht umsonst verspricht das Cover des mehrmals im Jahr erscheinenden Katalogs: “Bestellt, beliefert, begeistert“.

„Blätterkatlog“ für Internetbesteller

Übrigens: Wer sich den rund 900 Seiten dicken „Wälzer“ nicht nach Hause schicken lassen will, kann in ihm neuerdings sogar online blättern – Seite für Seite –, um dann mit einem Mausklick auf die jeweilige Bestellseite zu springen. „Blätterkatalog“ heißt diese originelle Flash-Anwendung, an der internetbegeisterte Zeitgenossen viel Spaß haben dürften. Und von diesen internetbegeisterten Kunden gibt es immer mehr: Rund 60% aller Bestellungen kämmen zwischenzeitlich über den Webshop herein, gibt die Firmenchefin zu verstehen.

„Für Firmenkunden halten wir allerdings spezielle Plattformen und Schnittstellen zu Warenwirtschaftssystemen bereit“, erläutert Angelika Reichelt. Erste Projekt seien bereits am Laufen, zumal das „klassische“ B-to-B-Geschäft mit elektronischen Bauelementen und Artikeln der Elektrotechnik wieder etwas stärker in den Fokus rücken, wobei das Geschäft mit PC- und Netzwerktechnik aber weiterhin in voller Intensität betrieben werden soll.

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