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Roboter-Logistik ESB-Logistikfabrik erhält EU-Fördermittel für Rob-Log-Projekt

| Redakteur: Jürgen Schreier

Die logistische Forschung an der Hochschule Reutlingen (ESB-Logistikfabrik), genauer gesagt der Bereich Robotik-Logistik, startet durch: Gerade ist es dem Team um Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Echelmeyer gelungen, EU-Fördergelder in Millionenhöhe für das Projekt Rob-Log (Cognitive Robot for Automation of Logistic Processes) zu gewinnen. Das Projekt, das vom europäischen Rob-Log-Konsortium durchgeführt wird, hat ein Gesamtbudget von 7,86 Mio. Euro und erhält insgesamt 5,6 Mio. Euro EU-Forschungsgelder.

Campus der Hochschule Reutlingen. Bild: Hochschule Reutlingen
Campus der Hochschule Reutlingen. Bild: Hochschule Reutlingen
( Archiv: Vogel Business Media )

Bei dem Projekt handelt es sich um Grundlagenforschung im Bereich kognitive Systeme, die auch innerhalb des Projekts in eine konkrete Anwendung überführt wird. Konkret heißt das: Es sollen Lösungen entwickelt werden, damit die heute manuell durchgeführte Entladung von Standardladungsträgern, wie zum Beispiel Seecontainern, zukünftig nicht mehr mit menschlicher Arbeitskraft, sondern mit eigens dafür entwickelten Robotern stattfinden kann.

Universelle Stückgüter aus Containern robotergestützt entladen

Ziel ist die autonome Entladung universeller Stückgüter aus den Containern, insbesondere die Entladung von Kaffeesäcken. Allerdings stellt das Entladen der oft chaotisch gepackten Container hohe Anforderungen an ein Robotersystem. Eine Vielzahl unterschiedlich geformter Objekte muss zunächst dreidimensional erkannt werden. Dann sind die zu greifenden Objekte häufig verformbar und damit schwierig zu greifen.

Weiterhin muss auf den Transportwegen gegebenenfalls Hindernissen ausgewichen werden, zudem müssen sich verändernde Umweltbedingungen berücksichtigt werden. Darüber hinaus muss es für den menschlichen Benutzer möglich sein, mehrere dieser Systeme parallel über eine geeignete Steuerung zu kontrollieren. Die Einbeziehung all dieser Bedingungen in ein realistisches Anwendungsszenario wird es ermöglichen, die Automatisierung der Logistikkette auf ein völlig neues Niveau zu bringen.

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