Chemie-Logistik

Expertenforum LOG.lev thematisiert Nachhaltigkeit

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Mitarbeiter aktiv in Veränderungsprozesse einbeziehen

Ursula Mathar von Bayer AG E&S unterstrich in ihrem Vortrag, dass Nachhaltigkeit zur Wertsteigerung bei Bayer beiträgt. Sie lieferte Beispiele, die ein verantwortungsvolles Handeln aus den Bereichen Ökologie, Ökonomie und Gesellschaft veranschaulichten und erläuterte, wie Bayer mit seinem Nachhaltigkeitsprogramm einen Beitrag zur Lösung globaler Herausforderungen leistet.

Prof. Dr. Carsten Suntrop (CMC² GmbH) lud die LOG.lev-Teilnehmer in seinem interaktiven Vortrag dazu ein, Veränderungen selbst zu erleben und dadurch zu erfahren, wie wichtig das Thema Nachhaltigkeit gerade auch in Veränderungsprozessen ist. Da Unternehmen lebende Systeme sind, sei es gerade in Phasen des Wandels wichtig, Mitarbeiter aktiv in die Gestaltung der Veränderungen einzubinden. Nur dann, so das Fazit von Suntrop, lasse sich der angestrebte Sollzustand von Change-Projekten erreichen, nur dann könnten Unternehmen die Veränderung erfolgreich managen.

Nachhaltige Beschaffung durch Risikomanagement

Dr. Christian Busse vom Supply Chain Management Institute (SMI) widmete sich in seiner Präsentation der Nachhaltigkeit in der Beschaffung. Er stellte beispielhaft die zahlreichen Herausforderungen für ein nachhaltiges Supply Chain Management dar und verschiedene Instrumente vor, mit denen Unternehmen ihre Beschaffung nachhaltiger gestalten können: Dazu gehören die Codes of Conduct, die als Verhaltensregeln das Zusammenspiel zwischen Unternehmen mit ihren Lieferanten regeln, CO2-Vermeidungsstrategien und auch ein nachhaltigkeitsorientiertes Supply Chain Risiko Management.

Prof. Dr. Rüdiger Bretzke (Barkawi Management Consultants) konzentrierte sich in seinem Vortrag auf die Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels, um zu einer nachhaltigen Logistik zu gelangen. Seine Überzeugung: Logistik müsse auf die Strategieebene von Unternehmen gehoben werden und sich von vielen bisherigen logistischen Prinzipien verabschieden, um nachhaltig ausgerichtet werden zu können.

Zukünftig müssten dazu beispielsweise Bedarfe wieder planbarer werden und Schnelligkeit nicht mehr automatisch als wichtigster Wert gelten. Vielmehr seien konsequente Vereinfachung, Bündelung von Bedarfen, Entschleunigung und ein mehrdimensionales und langfristiges Bewahrungsdenken für die nachhaltige Gestaltung von Logistik erforderlich.

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