Brandschutz

Fachgerechte Gefährdungsanalyse mit der neuen ASR A2.2

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Ebenso wichtig sind Platzierung und Kennzeichnung der Feuerlöscher. Sie müssen gemäß ASR A2.2 leicht erreichbar, gut sichtbar und geschützt, vorzugsweise an Fluchtwegen, an Ausgängen und Treppen sowie an Kreuzungspunkten von Wegen, angebracht sein. Zudem darf die Entfernung von jedem beliebigen Punkt zum nächstgelegenen Feuerlöscher nicht mehr als 20 m betragen.

In mehrgeschossigen Gebäuden ist in jedem Geschoss mindestens ein Feuerlöscher bereitzustellen. Sind in einem Gebäude Arbeitsstätten verschiedener Arbeitgeber vorhanden, können vorhandene Feuerlöscher gemeinsam genutzt werden.

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Bei Gebäuden oder Geschossen mit einer Grundfläche größer als 400 m2 können bis zu einem Drittel der erforderlichen Löschmitteleinheiten durch Wandhydranten ersetzt werden. Hierbei werden einem Wandhydranten 27 LE zugeordnet.

Funktion von Brandschutztüren darf nicht behindert werden

Wandhydranten müssen unter anderem über einen formstabilen Schlauch verfügen und dürfen beim Löschvorgang Rauch- oder Brandschutztüren nicht in ihrer Funktion behindern.

Für Bereiche mit „normaler Brandgefährdung“ – das entspricht einer normalen Büronutzung – ist der Grundschutz ausreichend. Für Bereiche mit „erhöhter Brandgefährdung“ sieht die ASR A2.2 zusätzliche Maßnahmen vor, die jedoch im Gegensatz zur abgelösten ASR 13/1,2 nicht aus einer Verdoppelung oder Verdreifachung der Anzahl an Feuerlöschern bestehen.

Vielmehr ist es Aufgabe des Arbeitgebers, die Bedrohungspotenziale im Unternehmen eigenverantwortlich zu bewerten, die erforderliche Anzahl an Feuerlöschern zu bestimmen und gegebenenfalls weitere Maßnahmen zu ergreifen. Das kann neben mehr Feuerlöschern beispielsweise die Installation von Lösch- oder Brandmeldeanlagen sein.

Feuerlöscher-App ermittelt die Löschmitteleinheiten

Bereiche mit „erhöhter Brandgefährdung“ können nur durch die gesetzlich vorgeschriebene fachgerechte Gefährdungsanalyse sicher identifiziert werden, denn eine erhöhte Brandgefahr ist nicht immer offensichtlich. Sie kann auch bei einer reinen Büronutzung vorliegen, wenn beispielsweise zusätzlich Akten gelagert werden.

Die ASR A2.2 selbst gibt dazu lediglich Hinweise und Beispiele. So sind beispielsweise Branchen aufgelistet, bei denen von einer erhöhten Brandgefährdung auszugehen ist. Für den Fall, dass noch keine Gefährdungsanalyse vorliegt, hat die Fachgruppe Feuerlöschgeräte-Industrie des bvfa einen Leitfaden zur Umsetzung der ASR A2.2 veröffentlicht.

Des Weiteren bietet der bvfa eine kostenlose Feuerlöscher-Rechner-App an. Sie ermöglicht eine Kurzanalyse zur Einstufung der Brandgefährdung vor Ort und ermittelt die Anzahl der erforderlichen Feuerlöscher.

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