Euroblech 2014

Fasertechnik verringert Ausschuss

| Redakteur: Claudia Otto

Die Bleche werden durch tausende einzelner und flexibler Punkte – den Faserenden – getragen.
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Die Bleche werden durch tausende einzelner und flexibler Punkte – den Faserenden – getragen. (Bild: Mink)

In der Blechbearbeitungsindustrie werden die Ansprüche an Oberflächen immer höher. Die herkömmlichen Stahl-Transportkugeln und - rollen führen oftmals zu Kratzern an empfindlichen Blechen und erhöhen somit die Ausschussquoten.

Seit einigen Jahren gehen daher viele Hersteller von Blechbearbeitungsmaschinen dazu über, immer häufiger Mink Bürsten als oberflächenschonendes Transportmittel, aber auch als Montagetischauflage, in ihren Arbeitsprozessen zu integrieren. Die Bleche werden dabei durch tausende einzelner und flexibler Punkte – den Faserenden – getragen. Anbauteile oder Verschmutzungen fallen zwischen die Faserbündel, so verhindert die Struktur eine Schmutzablagerung auf ihrer Gleitfläche und vermeidet eine Übertragung auf nachfolgende Blechtafeln.

Reibung und Kraftaufwand reduzieren sich

Der Reibwert gegenüber einer vollflächigen Auflage ist durch die punktförmige Auflage auf den Faserspitzen deutlich geringer. Auch der Kraftaufwand für das Bewegen der Blechplatten minimiert sich. Die auf die Anwendung abgestimmte Auswahl und Anordnung der Fasern bietet dabei viele Möglichkeiten. Hinzu kommt nach Aussage des Herstellers ein interessanter Nebeneffekt: die starke Geräuschreduzierung gegenüber Stahlrollen.

Nachdem Mink Bürsten fast schon als Standardteil, in den Maschinenbau Einzug gefunden haben, wurde schnell der Ruf nach immer größeren Bürstenplatten laut, wie es heißt. Auf Wunsch eines Herstellers für Blechbearbeitungsmaschinen hat Mink Bürsten eigenen Angaben zufolge die größte einteilige Bürstenplatte der Welt mit 18.500 verrundeten Bündeln hergestellt. Mussten Kunden in der Vergangenheit viel kleinere Platten montieren und hatten somit für einen entsprechend aufwändigen Unterbau zu sorgen, kann heute auf Bürstenplatten in den Maximalmaßen 2400 m x 1200 mm zurückgegriffen werden. Der Montageaufwand hat sich erheblich reduziert, die Konstruktion für den Unterbau der Maschine wird wirtschaftlicher.

Faserenden werden nach dem Beschnitt verrundet

Auch bei diesen großen Abmessungen werden die Mink Bürstenplatten in einer zuvor nie erreichten maßlichen und qualitativen Perfektion hergestellt. Dies wird durch hochmoderne und rationelle Beborstungsautomaten erreicht, die mit speziellen Schleifgeräten die Faserenden nach dem Beschnitt verrunden. Kleinste Grate werden dabei entfernt, die schonende Wirkung durch Borsten wird nochmals erhöht. Die Mink Bürstenplatten werden in speziellen Kartonagen einzeln verpackt. Beschädigungen sind somit ausgeschlossen und der Anwender hat genau die Menge an Bürstenplatten zur Verfügung, die benötigt wird.

Ersatz für herkömmliche Montagetische

Der Trend hin zu den flexiblen Fasern beweist, dass Mink Bürsten eine ideale Alternative zu herkömmlichen Montagetischen darstellen. Auch beim Nachrüsten bestehender Konstruktionen für Montagetische erfreut sich das Göppinger Unternehmen einer steigenden Nachfrage, wie es mitteilt.

Mink Bürsten habe sich hier zum Ziel gesetzt, als zuverlässiger Qualitätszulieferer und mit stetigen Innovationen als effizienter Entwicklungspartner zu fungieren. Auch im Bereich Reparatur und Ersatzteillieferung hat sich das Unternehmen eignenen Angaben zufolge mit einem attraktiven Kosten-/ Nutzenverhältnis für den Kunden am Markt etabliert.

Die August Mink KG auf der Euroblech 2014: Halle 12, Stand C/10

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