Exportmotoren Fast Vorkrisenniveau! Die Top 10 für deutsche Maschinenexporte

Quelle: VDMA

Angespannte Lieferketten, Coronaeffekte und andere Hürden musste der deutsche Maschinen- und Anlagenbau seit zwei Jahren meistern. Nun haben die Exporte das Vor-Corona-Level nur ganz knapp verfehlt.

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Der VDMA informiert hier zur Exportbilanz des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus im letzten Jahr. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist man am Vorkrisenniveau nur knapp vorbeigeschrammt. Wer und was den deutschen Maschinenexport antreibt, verrät der Beitrag.
Der VDMA informiert hier zur Exportbilanz des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus im letzten Jahr. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist man am Vorkrisenniveau nur knapp vorbeigeschrammt. Wer und was den deutschen Maschinenexport antreibt, verrät der Beitrag.
(Bild: DMG / Mori)

Trotz vieler Probleme haben die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer ihre Ausfuhren im letzten Jahr deutlich steigern können, sagt der VDMA. Für das Gesamtjahr 2021 verzeichneten Deutschlands Maschinenexporteure laut Analyse des Statistischen Bundesamtes nun ein Plus von 9,8 Prozent (Anstieg von 15,9 Milliarden Euro auf 179,4 Milliarden Euro). Der Löwenanteil setze sich demnach aus dem Maschinenverkauf der ersten 9 Monate zusammen, denn im letzten Quartal legten die betreffenden Industriezweige nominal nur um 4,6 Prozent zu, ein Mehr von rund 2 Milliarden Euro. Mit Blick auf die Jahre vor der Pandemie habe man damit das Vorkrisenniveau insgesamt nur um ein Prozent verfehlt, lautet das durchaus ermutigende Endergebnis. Der VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann kommentiert, dass 2022 ein Rekordjahr für den deutschen Maschinenbau werden kann. Denn auch in puncto Lieferkettenprobleme entspanne sich die Lage, was sich mit den prallen Auftragsbüchern zu einem guten Mix kombinieren sollte.

USA auf Platz 1 der Abnehmer von deutschen Maschinen

Die USA sind demnach weiterhin der wichtigste Exportmarkt für Maschinenlieferungen aus Deutschland. Der Vorsprung vor China konnte 2021 dabei sogar weiter ausgebaut werden, wie es heißt. Der Maschinen- und Anlagenexport in die Vereinigten Staaten legte demnach um 13,9 Prozent zu. Absolut stieg er auf 20,7 Milliarden Euro. Die Exporte nach China erhöhten sich zwar um 6,3 Prozent auf 19,3 Milliarden Euro. Damit gingen aber 11,5 Prozent aller Maschinenlieferungen aus Deutschland in die USA, wobei sich der Anteil Chinas auf 10,7 Prozent verringerte, wie das Statistische Bundesamt ausgerechnet hat. Dennoch, betont der VDMA, ist das Chinageschäft 2021 für viele deutsche Unternehmen ein rekordverdächtiges gewesen. Hier die Top 10 der Abnehmerländer von deutschen Maschinen- und Anlagen mit Umsatz und Marktanteil in Prozent.

  • 1. Die USA (siehe oben);
  • 2. China (siehe oben);
  • 3. Frankreich (6,7 Prozent / 12,1 Milliarden Euro);
  • 4. Italien (4,8 Prozent / 8,7 Milliarden Euro);
  • 5. Niederlande (4,4 Prozent / 7,8 Milliarden Euro);
  • 6. Großbritannien (4,3 Prozent / 7,7 Milliarden Euro);
  • 7. Polen (4,2 Prozent / 7,6 Milliarden Euro);
  • 8. Österreich (4,2 Prozent / 7,5 Milliarden Euro);
  • 9. Russland (3,0 Prozent / 5,5 Milliarden Euro);
  • 10. Schweiz (3,0 Prozent / 5,4 Milliarden Euro).

Die Schlusslichter in der insgesamt 20 Länder beinhaltenden Liste der Abnehmer für deutsche Maschinen und Anlagen sind Dänemark auf Platz 19 und Mexiko, die beide für rund 2,3 Milliarden Euro importierten und damit einen Marktanteil von 1,3 Prozent haben.

Der hohe Zuwachs des Maschinenexports nach UK erkläre sich aus der schnellen wirtschaftlichen Erholung und der dort eingeführten Sonderabschreibung. „Mit der sogenannten ,Super Deduction‘ mit Laufzeit bis März 2023 sollen produktivitätssteigernde Kapitalinvestitionen gefördert werden. Davon profitiert letztlich auch der Maschinen- und Anlagenbau“, merkt Wortmann dazu an. Zu erwähnen sei noch die Türkei, die auf Rang 14 steht. Doch das Geschäft ist rückläufig, weil die türkische Lira seit August letzten Jahres schwächelt.

(Bild: Statistisches Bundesamt / VDMA)

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