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SSI Schäfer Fördertechnik- und Sortersystem vereint Intralogistik-Prozesse

| Redakteur: Victoria Sonnenberg

Mit dem Konzept einer ganzheitlichen „Fulfilment Factory“ präsentiert SSI Schäfer auf der Hannover-Messe 2012 einen vollkommen neuen Produktbaukasten zur kombinierten Auftragsfertigung für verschiedene Vertriebswege. Die neu entwickelte und bereits zum Patent angemeldete Einzelproduktförderer und Sortertechnik ist auf die Verschmelzung der Intralogistik für Endkundenbelieferung (B2C) sowie das Filial- und Großhandelsgeschäft (B2B) in einem integrierten Bearbeitungsprozess ausgerichtet.

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Mit der Fulfilment Factory verschmelzen die Intralogistik-Prozesse der B2B- und B2C-Bearbeitung in einer Anlagenkonzeption. Bild: SSI Schäfer
Mit der Fulfilment Factory verschmelzen die Intralogistik-Prozesse der B2B- und B2C-Bearbeitung in einer Anlagenkonzeption. Bild: SSI Schäfer
( Archiv: Vogel Business Media )

Dabei lasse sich in Hinblick auf das Artikelspektrum, die Ausbringungsmenge, die Verteilung auf unterschiedliche Vertriebswege sowie Anzahl und Struktur der Kommissionieraufträge branchenübergreifend flexibel an die logistischen Anforderungen der Anwender zuschneiden. Die Neuentwicklung ermöglicht es erstmals, Batch-Picking, Produktsortierung und Auftragszusammenführung nach dem Prinzip Ware-zum-Mann wirtschaftlich miteinander zu kombinieren, heißt es.

Modularer Aufbau bietet Flexibilität

Der Produktbaukasten ist ein Modulbaukasten bestehend aus Lager, ergonomisch und logistisch optimierter Batch-Kommissionierung, einem neuen Fördertechnikbaukasten für platzsparende und effiziente Pufferung und Sortierung der Artikel eines Batch, Arbeitsplätze für den integrierten Prozess von Auftragszuordnung und Packen sowie eine Versandanbindung, optional inklusive Versandpuffer. Hersteller und Händler sollen den Warenabsatz durch den stetigen Ausbau unterschiedlicher Vertriebswege optimieren.

Immer häufiger haben Kunden die Wahl, ob sie einen Artikel im Filialgeschäft oder per Versand erwerben. Zum einen ist dies eine große Herausforderung für die Distributionszentren, denn die logistischen Anforderungen und Merkmale von Endkundenbelieferung und Filial- beziehungsweise Großhandelsgeschäft unterscheiden sich sehr.

Periodische Lieferungszyklen, 20 bis 500 Auftragszeilen mit bis zu 100 Artikeln pro Zeile sowie eine überschaubare Zahl an Lieferadressen beim B2B-Geschäft. Schnelle, kurzfristige Ad-hoc-Lieferungen kleinerer Bestellungen im einstelligen Bereich der Auftragszeilen mit jeweils bis zu fünf bestellten Artikeln sind kennzeichnend für den B2C-Bereich. Zum anderen sind Verteilung und Wachstum zwischen den verschiedenen Vertriebswegen immer schwerer zu planen und stellen deshalb sehr große Anforderungen an die Flexibilität der Distribution.

Ein Kommissionierbereich für alle Vertriebskanäle

Bislang bedeutete die gleichzeitige Bearbeitung derartiger Aufträge starke Einschränkungen bei der Ressourceneffizienz: getrennte Lagerorte oder Kommissionierbereiche für die jeweiligen Vertriebskanäle und Kompromisse bei der Prozesseffizienz. Mit dem neuen Produktbaukasten stellt der Hersteller nun ein integrales, gleichwohl modular konzipiertes System vor, das hohe Effizienz mit Flexibilität verbindet. D

urch die Verwendung standardisierter Systemkomponenten und eines speziellen Trägersystems ermöglicht die Neuentwicklung die Förderung sowohl von Einzelprodukten als auch Artikelmengen in einer integralen Anlagentechnik, heißt es. Des Weiteren ist die Konzeption optimal für die Prozesse der Retouren-Bearbeitung geeignet, die in zahlreichen Bereichen der Distributionslogistik inzwischen zu den Kernaufgaben zählen.

SSI Schäfer / Fritz Schäfer auf der Hannover-Messe 2012: Halle 15, Stand D29

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