Fahrerlose Transportsysteme

Flexibler Einsatz fahrerloser Transportfahrzeuge rund um die Uhr

06.04.2010 | Redakteur: Bernd Maienschein

Ladekontakte: Das fahrerlose Transportfahrzeug kann bei sich wiederholendem Fahrkurs an einer Haltestelle innerhalb von 30 s mit einem hohen Stromstoß aufgeladen werden. Bild: S-Elektronik
Ladekontakte: Das fahrerlose Transportfahrzeug kann bei sich wiederholendem Fahrkurs an einer Haltestelle innerhalb von 30 s mit einem hohen Stromstoß aufgeladen werden. Bild: S-Elektronik

Anforderungen der Industrie an fahrerlose Transportsysteme erfüllen entweder Batteriefahrzeuge, die flexibel sein können, oder ein Rund-um-die-Uhr-Betrieb der Fahrzeuge mit induktiver Energieübertragung in festen vorgebauten Spuren. Das Energiemanagement „Contrax“ macht aus dem Entweder-Oder eine kombinierte Anwendung.

Das fahrerlose Transportfahrzeug (FTF) mit dem Namen „E-Jet“ wird von S-Elektronik in Wangen im Allgäu hergestellt. Das 1989 vom Inhaber Herbert Siegler gegründete Unternehmen produziert sei 1995 fahrerlose Transportsysteme (FTS).

Fahrerloses Transportfahrzeug mit relativ wenig Eigengewicht

Nach Unternehmensangaben gelten die „E-Jet“-Fahrzeuge als die energieeffizientesten aller fahrerlosen Transportsysteme. Beachtlich sei deren Verhältnis von Eigengewicht des fahrerlosen Transportfahrzeugs zu seinem Transportgewicht von ungefähr 1:10. Das Lieferprogramm von S-Elektronik umfasst alles vom Low-Cost-Flurförderer bis hin zum fahrbaren Roboter. Dieser wurde in Zusammenarbeit mit der Artur Bär Maschinenbau GmbH in Gemmingen entwickelt.

Mit diesem baden-württembergischen Partner entstand auch das neue Energiemanagement für FTS Contrax. Weil die Industrie häufig ein fahrerloses Transportfahrzeug fordere, das rund um die Uhr fahren soll, bleibe für batteriebetriebene fahrerlose Transportfahrzeuge keine Zeit mehr, die Batterien zu laden beziehungsweise auszutauschen.

Einige Hersteller fahrerloser Transportfahrzeuge böten deshalb Lösungen an, bei denen zur induktiven Leistungsübertragung eine Spur fest im Boden installiert sei. Dies bedeute jedoch eine aufwendige Bodenarbeit sowie hohe Installations- und Betriebskosten. Insgesamt hätten diese unflexiblen fahrerlosen Transportsysteme einen schlechten Wirkungsgrad, wie es heißt.

Fahrerloses Transportfahrzeug kann innerhalb von 30 s an Haltestelle aufgeladen werden

Das neue Energiemanagement Contrax von S-Elektronik macht, wie es heißt, jetzt den einfachen, flexiblen Einsatz flurfreier Transportfahrzeuge rund um die Uhr möglich. Kondensatoren mit großer Kapazität und geringem Innenwiderstand bieten dabei den erwünschten hohen Wirkungsgrad. Sie können nach Unternehmensangaben nahezu unendlich oft mit sehr hohem Ladestrom geladen werden.

Wenn die Fahrzeuge einen Fahrkurs nehmen, der sich innerhalb einer gewissen Zeit wiederholt, besteht die Möglichkeit, das fahrerlose Transportfahrzeug an einer Haltestelle ohne lange Verzögerungen in 30 s mit einem hohen Stromstoß aufzuladen und mit dieser Energie so lange zu fahren, bis die Ladestation wieder erreicht wird. Lediglich für die Steuerelemente benötige man eine kleine Batterie, die über DC/DC-Wandler gepuffert wird. Laut S-Elektronik wurde die Industrietauglichkeit des Energiemanagements Contrax bereits in einer Fahrerlosen-Transportsystem-Anlage mit 20 Fahrzeugen erfolgreich getestet. Die Flexibilität der Spurführung — ein Klebe- oder Metallband auf dem Boden — bleibe beim E-Jet bestehen.

Kommentare werden geladen....

Kommentieren Sie den Beitrag

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Whitepaper

Kameras im Logistikzentrum

Europäische DS-GVO und die Videoüberwachung

Weil sich die Beschäftigten einer Videoüberwachung im Arbeitsumfeld kaum entziehen können, sind an deren Zulässigkeit besonders hohe Anforderungen zu stellen. Hier erfahren Sie, was zu beachten ist. lesen

Disposition wiederverwendbarer Packmittel

Packmittel durchgängig und effizent in SAP disponieren

Der SAP-ERP-Standard eignet sich nur bedingt dazu, wiederverwendbare Packmittel für die Automobilindustrie zu disponieren. Besser ist eine durchgängig SAP-basierter Ansatz – der die Abläufe effizienter und transparenter darstellt. lesen

Technologietrends 2018

Die Top Technologietrends für 2018 in der Industrie - Teil 2

In den schnelllebigen Zeiten der Digitalisierung ist es häufig schwer, am Puls der Zeit zu bleiben. Lesen Sie jetzt, welche weiteren 7 Trends dieses Jahr im Fokus der Industrie stehen. lesen

DER NEWSLETTER FÜR INDUSTRIE UND HANDEL Newsletter abonnieren.
* Ich bin mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung einverstanden.
Spamschutz:
Bitte geben Sie das Ergebnis der Rechenaufgabe (Addition) ein.
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 342691 / Fördertechnik)