Fahrerlose Transportsysteme

SKF Österreich setzt auf Automatisierung

| Redakteur: Bernd Maienschein

Die SKF Österreich AG stellte die Versorgung der Fertigungslinien mit Vorprodukten im Wälzlagerwerk Steyr auf ein fahrerloses Transportsystem von DS Automotion um.
Die SKF Österreich AG stellte die Versorgung der Fertigungslinien mit Vorprodukten im Wälzlagerwerk Steyr auf ein fahrerloses Transportsystem von DS Automotion um. (Bild: DS Automotion)

Beim Wälzlagerhersteller SKF Österreich glättet ein fahrerloses Transportsystem (FTS) von DS Automotion– erstmals mit WLAN-Anbindung der Palettenregale – den Materialfluss vom Vormateriallager zu den Fertigungslinien. Gleichzeitig wird der Platz- und Zeitbedarf für die Entnahme des Materials gesenkt.

In der Wälzlagerproduktion werden die geschliffenen Innen- und Außenringe in Channels (Fertigungslinien) zu fertigen Wälzlagern komplettiert. Bei der Anlieferung der Komponenten aus dem Lager bei den Channels kam es zu Platzproblemen und erhöhtem Suchaufwand auf den Bereitstellungsflächen. Zusätzlich brachten die Gabelstapler Verunreinigungen vom Freigelände in die Hallen. Zur Verbesserung der Intralogistik und der Sicherheit in den teilweise sehr engen Korridoren beschloss SKF eine Just-in-Time-Versorgung der Channels mittels fahrerloser Transportsysteme. DS Automotion erhielt nach einem Benchmarking den Auftrag. Die Komponenten werden nunmehr von einem zentralen Übergaberegal in kleinere Regale am Rand der einzelnen Channels transferiert. Die Regale mit Einzelplatzüberwachung wurden per WLAN-Buskoppler angebunden, um den Verdrahtungsaufwand zu minimieren.

Schwierige Platzverhältnisse waren größte Herausforderung

Ihr Transport erfolgt durch automatisierte Geh-Hochhubwagen mit Lasernavigation auf Basis des EGV-S von Still, die sich ausschließlich im Innenbereich bewegen und so Verschmutzungen von der Fertigung fernhalten. Die fahrerlosen Transportfahrzeuge (FTF) fahren entlang der vom Leitrechner erhaltenen Streckensegmente und überprüfen ihren Kurs mittels Lasernavigation. Integrierte Sicherheitssensoren sorgen für ein sicheres Anhalten vor Hindernissen.

„Die beengte räumliche Situation in manchen Gängen war die größte Herausforderung bei der Konzeption der Anlage“, sagt Christian Huemer, Bereichsleitung Automatisierung Seriengeräte bei DS Automotion. „Sie zwang die Entwickler von DS Automotion zu besonderen Anstrengungen in der Routenauslegung.“

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