Unfallverhütung

Drum prüfe, wer sich bindet!

| Autor: Bernd Maienschein

Schäkel (1 t Tragfähigkeit) und Bolzen sind an der Berührungsstelle zur Lastaufnahme stark verschlissen, daraus resultiert die Verformung beider Teile.
Schäkel (1 t Tragfähigkeit) und Bolzen sind an der Berührungsstelle zur Lastaufnahme stark verschlissen, daraus resultiert die Verformung beider Teile. (Bild: Heidkamp)

Nicht jedem Unternehmer oder Betriebsleiter ist klar, dass sämtliche Lastaufnahmemittel und Hebezeuge regelmäßigen, vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Sicherheitsüberprüfungen unterzogen werden müssen. Hand aufs Herz: Wann wurden in Ihrem Betrieb die Anschlagmittel und Hebezeuge gemäß der gültigen Unfallverhütungsvorschriften das letzte Mal geprüft?

„Tatsächlich sind heute mehrere Vorschriften sowie Verordnungen zu beachten, die das mindestens jährliche Prüfen von Hebezeugen sowie Anschlag- und Lastaufnahmemitteln erfordern – zum Beispiel die der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) oder die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV)“, so Kai Schmalenberg, Geschäftsführer der Firma HEIDKAMP Hebezeuge aus dem nordrhein-westfälischen Heiligenhaus.

Personensicherheit an erster Stelle

Der Gesetzgeber setzt dabei auf variable Prüfintervalle, in denen bestimmte Prüflinge je nach technischer Ausführung, mechanischer Belastung und Nutzungsdauer auch häufiger als einmal pro Jahr geprüft werden sollten. Die rechtlichen Folgen, die sich aus Unkenntnis oder der Missachtung von Sicherheitsvorschriften ergeben können, reichen von empfindlichen Geldbußen oder Freiheitsstrafen bis hin zu Einschränkungen bei den Leistungen der Versicherer. Doch unabhängig von diesen Faktoren sollte bei Prüfungen stets die Sicherheit der eigenen Mitarbeiter im Vordergrund stehen.

Für Betriebe, die eine große Anzahl von Hebezeugen, Anschlag- oder Lastaufnahmemitteln zu prüfen haben, können die Sicherheitsprüfungen zu einer besonderen Herausforderung werden. Da viele Unternehmen weder über notwendige Prüfstände noch über entsprechende Fachleute mit nachgewiesener Sachkunde verfügen, hat die Firma HEIDKAMP in ihrem Schulungszentrum eigene Mitarbeiter zu Prüf- und Servicefachkräften weitergebildet. Aktuell sind sechs erfahrene Serviceteams bundesweit mit Prüf- und Servicemobilen unterwegs und bieten in Betrieben aller Branchen einen kompletten sicherheitstechnischen Service.

Flexibel dank mobiler Prüfstände

Die Prüf- und Servicemobile des Unternehmens wurden dazu mit verschiedenen transportablen Prüfständen ausgestattet und erlauben neben Zug- und Druckprüfungen auch die für Anschlagketten in mindestens dreijährigen Intervallen notwendige Prüfung auf Rissfreiheit mit der so genannten Flux- beziehungsweise Belastungsprüfung.

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