Versorgung von Mischanlagen in der Farbenproduktion

21.02.2012

Automation ja, aber die Flexibilität muss erhalten bleiben: Nach diesem Leitsatz entwickelte und installierte Förster & Krause beim Spezialchemie-Hersteller Obermeier eine Förderanlage, die zwei Mischbereiche mit Rohmaterialen versorgt.

Als Spezialist für Produkte der Silikonchemie sowie für Holzschutzlacke, die unter dem Markennamen KORA vertrieben werden, fertigt die Obermeier GmbH in Bad Berleburg ein breites Produktspektrum. Das Mischen der einzelnen Rohstoffe (silikonbasierte Trägersubstanzen, Wirkstoffe, Pigmente, Additive …) ist ein wesentlicher Produktionsschritt, und um die Mischanlagen gleichmäßig auszulasten, ist eine automatische Materialzuführung sinnvoll und erwünscht.

Automatisch vom Rohstofflager zur Mischanlage

Förster & Krause plante für Obermeier eine Fördertechnik-Anlage, bei der das Material für die beiden Mischbereiche zunächst auf jeweils einer Förderstrecke zusammengestellt und gepuffert wird. Diese Anlage befindet sich im Lager vor der Mischabteilung.

Der Bediener fordert die Rohstoffe für seine Mischung im Lager an. Die Paletten werden nach Vorgabe des Lagerverwaltungssystems von einem Mitarbeiter mit einem Gabelstapler ausgelagert und auf die entsprechende Mischbereich-Förderstrecke aufgesetzt. Auf der Förderstrecke werden nun so nacheinander alle Rohstoffe bereitgestellt, die für die Mischung benötigt werden. Sobald alle Rohstoffe auf der Förderstrecke für einen Auftrag bereitgestellt sind, erhält der Bediener im Mischbereich die Fertigmeldung.

Sobald die vorgesehene Mischanlage frei ist, kann sich der Bediener die notwendigen Rohstoffe von der Fördertechnik abfordern. Er entnimmt die Behälter und Paletten, leert sie und setzt die leeren Gebinde auf eine separate Leergebindebahn, die diese wieder ins Lager zurück fördert.

Flexibilität ist Pflicht

Die gesamte Fördertechnik ist auf ein hohes Maß an Flexibilität ausgelegt: Sie befördert sowohl Euro- als auch Industrie- und Chemiepaletten sowie IBC-Behälter. Zusätzliche Flexibilität wird durch eine separate Förderstrecke erreicht, auf die das Material manuell aufgegeben wird. Über diese Förderlinie können die einzelnen Mischanlagen versorgt werden, wenn Schnellaufträge zu erledigen sind, bei denen die ursprüngliche Produktionsplanung zurückstehen muss.

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