„First in – first out“ bei Backzutaten

28.03.2012

Eine Großbäckerei, die Kuchen herstellt, profitiert bei der Versorgung mit Rohmaterialien von einem neuen Lagerprinzip: Die bisherige Blocklagerung wurde durch ein Durchlaufregalsystem ersetzt.

Damit wird ohne aufwändige Lagerverwaltung eine „First in – first out“-Lagerung realisiert, die bei Frischewaren entscheidend ist.

Mehl. Zucker, Rosinen, Schokolade: Alle Backzutaten, die der heimische Küchenschrank bereithält, finden sich auch im Produktions- und Rohstofflager der Großbäckerei. Das in Norddeutschland ansässige Unternehmen stellt verschiedenste Sorten von Kuchen her, die von namhaften Einzelhandelsketten verkauft werden.

Ursprünglich wurden die Vorprodukte und Rohstoffe in einem Blocklager bevorratet. Das sparte Platz, brachte aber die Schwierigkeit mit sich, dass das „First in – first out“-Prinzip nicht einfach zu realisieren war. Als Förster & Krause damit beauftragt wurde, eine Lösung für ein neues Lagersystem zu entwickeln, lag daher eine Durchlauf- oder Fließlagerung nahe, zumal die Vielfalt der zu lagernden Rohstoffe nicht allzugroß ist.

42 Kanäle und SPS-Steuerung

Die palettierten Vorprodukte werdem nun in einem Durchlauflager in zwei Blöcken mit je zwei Ebenen und insgesamt 48 Kanälen gelagert. Bei 11 Paletten je Kanal ergibt sich eine Kapazität von 528 Palettenplätzen. Die Kanäle werden automatisch über eine Kombination von Förderstrecke, Senkrechtförderer und Verfahrwagen befüllt. Die Steuerung des Lagers erfolgt über eine SPS, die dem Bediener auf der Basis des Einlagerungsdatums anzeigt, aus welchem Kanal er die benötigte Palette entnimmt.

Energiesparend, kompakt und hygienegerecht

Eine weitere Anforderung, die von Förster & Krause zu erfüllen war, ist die Hygiene. Die gesamte Anlage ist so konstruiert, dass alle Teile für die Reinigung gut erreichbar sind; zu diesem Zweck wird das System in einen speziellen Servicemodus geschaltet.

Genau wie das bisherige Blocklager nimmt das Durchlaufregal nicht viel Platz ein. Das war für den Betreiber ein wichtiges Entscheidungskriterium, weil aus Effizienzgründen eine möglichst produktionsnahe Lagerung mit kurzen Wegen erwünscht war. Auch das Antriebssystem trägt zur Effizienz bei: Die Rollenbahnen der Kanäle sind um 4o geneigt, so dass die Paletten selbsttätig und mit kontrollierter Geschwindigkeit vom Aufgabe- zum Entnahmeplatz laufen.

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