Berührungslose Stromversorgung und energiesparender Verpackungsprozess

18.05.2012

Innovative Ideen für Paletten-Pufferstrecke: Im Werk Wipperfürth hat Jokey Plastik eine neue Vorzone für die Palettenverpackung in Betrieb genommen, die außerordentlich flexibel ist und einen Beitrag zur Energieeinsparung leistet.

1968 begann Jokey Plastik in Wipperfürth mit der Produktion von Verpackungseimern. Während zahlreiche einheimische Hersteller seit dieser Zeit ihre Betriebsstätten für Kunststoffverpackungen ins Ausland verlagerten oder ganz aufgaben, wuchs Jokey Plastik konstant und nachhaltig. Heute ist das Unternehmen unangefochtener europäischer Marktführer in der Herstellung von Kunststoffverpackungen. Es beschäftigt mehr als 1.200 Mitarbeiter in zehn Werken und produziert mit rund 300 Spritzgießmaschinen nicht nur Eimer in den unterschiedlichsten Varianten, sondern auch Badezimmerausstattungen und technische Teile für Fahrzeuge und Computer.

Automatisieren und flexibel bleiben

Ein Baustein des Unternehmenserfolgs ist die kontinuierliche Optimierung der innerbetrieblichen Logistik. Als im Werk Wipperfürth der Palettentransport in der Vorzone der Schrumpfverpackungsanlage automatisiert und optimiert werden sollte, wandte sich Jokey an Förster & Krause und äußerte dabei auch den Wunsch, eine möglichst energiesparende Lösung zu realisieren. Zum anderen sollte ein Fahrweg für Gabelstapler und Hubwagen freibleiben.

Batch-Bildung vor dem Schrumpfprozess spart Energie

Diese Aufgabe wurde durch eine Pufferstrecke gelöst, die die bis zu 2 m hohen Paletten zunächst aufstaut. Erst wenn mehrere Paletten für die Transportsicherung bereitstehen, wird die Schrumpfanlage eingeschaltet. Sie arbeitet somit batchweise die Aufträge ab. Das ist energetisch sinnvoll, weil die Anlage Wärme zum Schrumpfen benötigt und das Erzeugen bzw. Vorhalten von Elektrowärme immer vergleichsweise teuer ist. Auf diese Weise konnte also die Betriebszeit der Schrumpfanlage und damit auch der Stromverbrauch deutlich reduziert werden.

Flexible Stromversorgung des Transferwagens

Um den zweiten Wunsch nach einer Durchfahrtmöglichkeit für Flurförderzeuge zu erfüllen, realisierte Förster & Krause eine unterbrochene Puffer- bzw. Förderstrecke. Die freibleibende Gasse  wird durch einen Transferwagen überbrückt, der nur aktiv wird, wenn tatsächlich eine Palette zu transportieren ist. In diesem Fall sorgt eine Ampelsteuerung dafür, dass die Staplerfahrer anhalten. Der Transferwagen ist mit Sicherheits-Laserscannern ausgestattet, die den Fahrweg abtasten und sofort anhalten, wenn sie Hindernisse oder Personen detektieren.

Die Paletten werden beim Aufgeben der Palette gescannt und damit identifiziert. Am Ende der Förderstrecke, nach dem Schrumpfen, wird noch automatisch ein Ident- und Versandetikett aufgebracht, und die gesicherte Palette steht bereit für den Versand.

Video anschauen

 

Innovation: Berührungslose Stromversorgung

„Wireless Automation“ ist in der gesamten Industrie ein wichtiges Thema: Informationen werden drahtlos übertragen, z. B. Sensoren und Schaltgeräten auf der einen und Steuer- und Auswertegeräten auf der anderen Seite. Ganz neu hingegen ist die Möglichkeit, auch Energie berührungslos und drahtlos zu übertragen. Diese Innovation nutzt Förster & Krause bei dem Transferwagen, der in der Palettenförderstrecke von Jokey Plastik zum Einsatz kommt.

Mehr: Die Vorteile der induktiven Stromübertragung