Neue Palettenfördertechnik bei der Seeberger GmbH in Ulm

13.02.2014

Bei der Seeberger GmbH in Ulm hat Förster & Krause das neue Hochregallager in den innerbetrieblichen Materialfluss integriert.

Auf drei Ebenen erfolgt der Transport von Rohwaren in die verschiedenen Produktionsbereiche. Auch ein fahrerloses Transportsystem (FTS) wurde in den Materialfluss eingebunden.

Im vergangenen Jahr nahm Seeberger das vierte Hochregallager für Rohstoffe in Betrieb, das mit einer Anbindung an die anderen drei HRL und an sämtliche Produktionsbereiche ausgestattet werden musste. Mit der Planung und Errichtung dieser Anlage wurde Förster & Krause beauftragt.

Die neue Fördertechnik, die inzwischen installiert und in Betrieb genommen wurde, bedient über Senkrechtförderer insgesamt drei Ebenen. Über das Untergeschoss erfolgt die Anbindung an die anderen Lagerbereiche, Ebene 1 und 2 versorgen die Produktion mit Rohmaterial.

„Kommissionier-Loop“ für Einzelkartons

Die Palettenfördertechnik verbindet nicht nur die einzelnen Bereiche, sie übernimmt auch zusätzliche Funktionen. So können die Förderstrecken als Pufferzonen genutzt werden. Auf diese Weise werden Produktion und Logistik zeitlich entkoppelt – das erhöht die Flexibilität. Dem gleichen Ziel dient ein zusätzlicher „Kommissionier-Loop“ im Erdgeschoss. Er ermöglicht es, aus dem HRL heraus auch einzelne Kartons zu kommissionieren und die Paletten wieder auf die Einlagerstrecke zum HRL-Fertigware zu fördern.

Auch eine rund 100 Meter lange bauseitige FTS-Strecke wurde in die Materialflusstechnik eingebunden. FTS sind hier im Vergleich zu stationären Förderstrecken die bessere Wahl, weil die palettierte Ware anschließend auf unterschiedliche Produktionsbereiche verteilt wird.

Geordneter Materialfluss in Lager und Produktion

An den Aufgabepunkten der Förderstrecken hat Förster & Krause Zentrierstationen mit Konturenkontrolle installiert, da unterschiedliche Palettenformate zum Einsatz kommen und die Paletten teilweise auch Überbreite aufweisen. Von den Strecken zweigen jeweils Stichbahnen ab, die in die einzelnen Lager- und Produktionsbereiche führen. Der Weitertransport erfolgt dann entweder manuell oder automatisiert. Zum Auftragsumfang von Förster & Krause gehörten auch mehrere Schnelllauftore an den Stichbahnen zur Produktion sowie fünf Brandschutztore an den Übergängen von einem Gebäude zum nächsten.

Umbau bei laufender Produktion

Marc Eberhardt, Projektleiter der Seeberger GmbH: „Mit der Inbetriebnahme des vierten Hochregallagers und der Fördertechnik haben wir unser gesamtheitliches Logistikkonzept komplettiert und sind gut vorbereitet auf künftiges Wachstum.“ Die Ergebnisse der gründlichen Planung bewähren sich in der Praxis, und Lob gibt es auch für die Umbauphase: „Während der Installation der weitläufigen Fördertechnik durfte der laufende Betrieb nicht gestört werden. Das ist gut gelungen, obwohl die nötigen Umbauten doch erheblich waren.“

Schauen Sie sich den Film über die Palettenfördertechnik bei Seeberger an!