Container-Sicherheit

Forschung gegen Stillstand im Warenverkehr

11.09.2009 | Redakteur: Claudia Otto

Prof. Frieder Meyer-Krahmer, Staatssekretär im BMBF: „Der Containerverkehr muss sicher sein, er muss aber gleichzeitig reibungslos vonstatten gehen.“ Bild: Hafen Antwerpen
Prof. Frieder Meyer-Krahmer, Staatssekretär im BMBF: „Der Containerverkehr muss sicher sein, er muss aber gleichzeitig reibungslos vonstatten gehen.“ Bild: Hafen Antwerpen

Die strikten Vorschriften zum Durchleuchten aller in die USA abgehenden Container in den Entsendehäfen ab dem Jahr 2012, die der US-Kongress als Folge der Anschläge vom 11. September 2001 erlassen hat, sind zwischen der EU und den USA, aber auch innerhalb der USA umstritten. Es sind noch keine geeigneten Technologien dafür verfügbar und daher drohe eine Beeinträchtigung des Warenaustausches.

Prof. Frieder Meyer-Krahmer, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) erkennt in der jetzigen Situation großes Potenzial für Sicherheitsforschung aus Deutschland: „Es bietet sich für deutsche Wissenschaftler die Chance, auf Basis gemeinsamer Forschung innovative Alternativen vorzubereiten und eine Brücke zwischen Sicherheit und Wirtschaftlichkeit zu schlagen.“ Der Containerverkehr müsse sicher sein, aber gleichzeitig reibungslos vonstatten gehen. Deutsche Sicherheitsforscher arbeiten laut Meyer-Krahmer an einer Lösung, um diese beiden Maximen miteinander zu vereinbaren.

Containerhafen Bremen von Sicherheitsauflagen besonders betroffen

Aktueller Anlass war die „Container Security Conference“ in Bremen. Auf der Konferenz diskutieren auf Einladung des EU-Industriekommissars Günter Verheugen europäische und amerikanische Experten über die Perspektiven der Sicherheit in der Seefracht. Bremen ist der größte europäische Hafen für den transatlantischen Warenverkehr und wäre von den Auswirkungen der Sicherheitsauflagen besonders betroffen.

Reibungslose Warenketten sind Lebensadern von Wirtschaft und Gesellschaft. Das gilt im Besonderen für Deutschland als Exportnation. Lebensmittel, Medikamente, Originalteile, hochwertige Industriegüter, Gefahrgüter – all dies muss täglich rasch, wirtschaftlich und zuverlässig transportiert werden.

„Erfolgreiche Forschung für die Sicherheit der weltweit vernetzten Warenketten erfordert internationale Kooperation. Daher müssen wir bereits in der Forschung auf internationale Standards und Interoperabilität hinarbeiten. Deutschland und die EU ziehen an einem Strang: Wir investieren abgestimmt in Forschung und Entwicklung, unterstützen die Standardisierung und bauen die Zusammenarbeit mit den USA in dieser für das transatlantische Verhältnis wichtigen Frage aus“, sagte Meyer-Krahmer.

Deutschland vereinbart Arbeitsplan mit den USA

Auf Basis des im März dieses Jahres in Berlin unterzeichneten Kooperationsabkommens zur zivilen Sicherheitsforschung zwischen Deutschland und den USA wurde jetzt ein Arbeitsplan verabredet. Dieser umfasst auch eine gemeinsame Forschungsinitiative zur Sicherheit der Warenketten.

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