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Verkehrssicherheit Freiwillige Abbiegeassistenten für Westfalen

Seit Juli rüstet die Westfalen-Gruppe alle neuen Lkw über 8 t zulässigem Gesamtgewicht mit Abbiegeassistenten aus – obwohl das noch nicht verpflichtend vorgeschrieben ist.

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Lebensrettende Abbiegeassistenten, obwohl noch nicht verpflichtend vorgeschrieben, werden jetzt in alle neuen Lkw für die Westfalen-Gruppe eingebaut.
Lebensrettende Abbiegeassistenten, obwohl noch nicht verpflichtend vorgeschrieben, werden jetzt in alle neuen Lkw für die Westfalen-Gruppe eingebaut.
(Bild: Westfalen)

Bei rechts abbiegenden Lkw geraten Radfahrer leicht in den „toten Winkel“. Abbiegeassistenzsysteme, wie sie die Westfalen AG seit Juni in ihre neuen Lkw einbauen lässt, lassen den Fahrer den toten Winkel über einen Monitor in der Fahrerkabine einsehen. Außerdem wird der Fahrzeuglenker noch akustisch und optisch gewarnt. Gerhard Lahmann, Leiter Gefahrgutmanagement und Transportadministration bei der Westfalen-Gruppe: „Der Abbiegeassistent an Bord erkennt Fußgänger und Radfahrer beim Rechtsabbiegen im toten Winkel der Lkw.“

Schwächere Verkehrsteilnehmer besser schützen

Weil eine gesetzliche Pflicht nur auf Ebene der Europäischen Union und auch nur frühestens ab 2022 erfolgen kann, wollte Westfalen nicht so lange warten. Das Unternehmen sammelt eigenen Angaben zufolge bereits seit 2016 Erfahrungen mit dem Abbiegeassistenten. Damals sei nur ein Fahrzeughersteller in der Lage gewesen, ein derartiges System ab Werk zu liefern. Das hat sich inzwischen geändert: Es existieren diverse Nachrüstlösungen mit entsprechenden Zulassungen des Kraftfahrtbundesamtes.

„Da unsere Fahrer häufig innerorts unterwegs sind, um Kunden und Tankstellen zu beliefern, wollen wir schwächere Verkehrsteilnehmer besser schützen, zugleich aber auch unsere Fahrer bei ihrer Tätigkeit entlasten“, so Lahmann. „Auch wenn die Systeme erst in einigen Jahren verpflichtend werden, wollen wir schon jetzt diese lebensrettende Ausstattung konsequent nutzen.“

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