Batterieladegeräte Fronius will das Laden sicherer machen

Redakteur: M. A. Benedikt Hofmann

Der Ri-Ladeprozess von Fronius soll für maximale Effizienzoptimierung und Batterielebensdauer über den gesamten Ladeprozess sorgen und die Sicherheit deutlich erhöhen.

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Mit professionell geplanten und realisierten Ladeanlagen will Fronius seinen Kunden ein Optimum an Sicherheit garantieren.
Mit professionell geplanten und realisierten Ladeanlagen will Fronius seinen Kunden ein Optimum an Sicherheit garantieren.
(Bild: Fronius)

Das Laden von Starterbatterien für Pkw oder Traktionsbatterien für Flurförderzeuge oder Reinigungsmaschinen ist dem Unternehmen zufolge nicht ganz ungefährlich. Die Aufladung geschieht üblicherweise mit niedrigen Gleichspannungen und hohen Strömen. Hohe Ladeströme, mögliche explosionsfähige Ausgasungen beim Laden der Batterien, gegebenenfalls das Hantieren mit Chemikalien, zum Beispiel den Elektrolyten der Energiespeicher, und ein unbeaufsichtigter Betrieb, etwa nach Arbeitsende der Mitarbeiter, bergen unterschiedliche Gefahren. Diese aber lassen sich mit den richtigen Ladegeräten und der Einhaltung einiger wichtiger Regeln deutlich verringern, so Fronius.

Spannungsfreie Ladestecker serienmäßig

Die Österreicher wollen darauf unter anderem mit der Selectiva-Produktreihe antworten. Mit vier Leistungsklassen und Gehäusevarianten bietet diese ein komplettes Produktsortiment für 2- bis 80-V-Antriebsbatterien. Absolute Sicherheit beim Laden der Batterie, einfache Bedienung und flexible Installation sollen für reibungslose Ladevorgänge sorgen. Alle Geräte verfügen serienmäßig über spannungsfreie Ladestecker und -leitungen für funkenfreies Anstecken. Die Netzspannungsüberwachung schaltet bei Überschreiten der Toleranzgrenzen das Ladegerät ab. Wird die Temperatur im Ladegerät zum Beispiel durch hohe Umgebungstemperaturen oder unzureichende Kühlung zu hoch, schützt der thermische Überlastschutz das Batterieladegerät vor Schäden. Die Sicherheitsabschaltung erkennt einen fehlerhaften Ladevorgang, beispielsweise durch Überschreiten der vom Ladegerät prognostizierten Ladezeit oder aufgrund defekter Batteriezellen.

Knallgas als unterschätzte Gefahr

Vor allem die Gefahr von Knallgas wird gelegentlich unterschätzt. In einer Batterie kann beim Laden, insbesondere bei Überladung, unter anderem Wasserstoff gebildet werden und in die Umgebungsluft austreten. Dabei entsteht hochexplosives Knallgas, ein Gemisch aus dem Wasserstoff und dem Sauerstoff der Umgebungsluft. Bei bestimmten Konzentrationen genügt bereits ein Funke, um das Gemisch zu zünden. Der neuartige Ri-Ladeprozess der Selectiva-Ladegeräte führt während der Ladung zu weniger Gasung und damit zu einer geringeren Gefahr von Knallgasbildung und Geruchsbelästigung, so Fronius. Beim Ri-Ladeprozess wird während der gesamten Zeit auf den aktuellen Batteriezustand eingegangen. Damit lässt sich die Überladung der Batterie so gering wie möglich halten. Überdies hat der Ri-Ladeprozess demnach den großen Vorteil, dass er die Spannung und Kapazität der Batterie automatisch erkennt. Auf diese Weise lassen sich eventuelle Fehler durch Falscheingaben vermeiden, was ebenfalls der Sicherheit dient.

Mit der Option „Externer Start/Stopp“ wird eine Funkenbildung bei vorzeitigem Abbruch eines laufenden Ladevorganges durch das Ziehen der Ladestecker verhindert. Durch einen Pilotkontakt im Stecker wird der Ladeprozess ordnungsgemäß beendet und die Gefahr einer Knallgasexplosion ausgeschlossen. Bei den Fronius-Ingenieuren lag das Augenmerk nach eigenen Angaben auch auf vielen weiteren Verbesserungen bei der Sicherheit. Zusätzliche Funktionen wie der einstellbare Ladestart führen zur Reduktion von Spitzenlasten. Auch sogenannte Montagseffekte lassen sich verhindern: Mit einer programmierbaren, zeitlich gesteuerten Ausgleichsladung ist eine Vollladung über das Wochenende und nach Feiertagen sichergestellt. Störungen, Warnungen oder auch Hinweise während des Ladevorgangs werden optional durch leuchtende LED-Streifen beziehungsweise blinkende LED-Anzeigen dargestellt. Für mehr Sicherheit lassen sich im Fall einer Fehlermeldung des Ladegerätes auch Erklärungstexte und eine Servicetelefonnummer einblenden.

Auswertungen per USB

Auch eine optionale USB-Schnittstelle soll dem Unternehmen zufolge Sicherheit bieten. Mit ihr können neben der Datensicherung verschiedene Auswertungen über den Ladeprozess und ein Geräteupdate durchgeführt werden. Der Verpolungsschutz, der eine falsche Polarität durch das Vertauschen von Plus und Minus unterbindet, ein intelligentes Lüftungskonzept, das die Verschmutzung des Ladegerätes und damit Kurzschlüsse durch Staubpartikel vermeidet, sowie ein zeitverzögertes Ladeende sollen die Sicherheitsfunktionen komplettieren.

Maximale Sicherheit durch komplette Ladeanlagen

Wer ganz sicher sein will, dass seine Ladeplätze oder Ladeanlagen allen Vorschriften entsprechen, für den bietet Fronius komplette Lösungen rund um das Laden von Antriebsbatterien in Flurförderzeugen von der Analyse, Planung, Installation bis hin zum Betrieb. Je nach Bedarf liefern die Österreicher normgerechte Batterie-Ladeanlagen mit unterschiedlichen Modulen, die in verschiedenen Ausführungen erhältlich sind. Die Module können ein oder mehrere Batterieladesysteme aufnehmen. Wenn es die Räumlichkeiten zulassen, kann man die Module auch beidseitig nutzen und so Platz sparen. Auf einem eigens entwickelten Sicherheitsmodul befinden sich ein Erste-Hilfe-Kasten, ein Feuerlöscher, eine Augendusche und die Sicherheitsvorschriften in gedruckter Form. Die Bestückung des Sicherheitsmoduls ist individuell nach den Betriebsvorschriften eines Unternehmens anpassbar.

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