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Einkaufsmanager-Index Frühjahrsaufschwung bringt Einkaufsmanager-Index auf Zehn-Jahreshoch

| Redakteur: Stéphane Itasse

Die deutsche Industrie hat im März dank der starken weltweiten Nachfrage nach Industriegütern einen kräftigen Frühjahrsaufschwung erlebt. Die Rekordzuwächse bei Auftragseingang und Produktion ließen den Markit/BME-Einkaufsmanager-Index (EMI) binnen Monatsfrist um drei Zähler auf 60,2 und damit auf ein Zehn-Jahreshoch emporschnellen, wie der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) mitteilt.

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Die kräftige Exportnachfrage hat die deutsche Industrie im März in Schwung gebracht, wie der BME ermittelt hat. Bild: HHLA
Die kräftige Exportnachfrage hat die deutsche Industrie im März in Schwung gebracht, wie der BME ermittelt hat. Bild: HHLA
( Archiv: Vogel Business Media )

„Die Belebung des internationalen Handels und der auf breiter Front einsetzende Nachholbedarf bei den Lagerkapazitäten stimmen uns für den weiteren Konjunkturverlauf zuversichtlich“, kommentierte BME-Hauptgeschäftsführer Dr. Holger Hildebrandt am Dienstag die aktuelle EMI-Statistik.

Deutsche Industrie springt wieder an

Die deutsche Industrie befindet sich bereits seit sechs Monaten im Aufwärtstrend, heißt es weiter. Nachdem die Produktion im Januar und Februar enorm hochgefahren worden sei, steigerten die Branchenakteure ihre Erzeugung im März so stark wie nie zuvor in der 14-jährigen Umfragegeschichte. Der Teilindex Leistung habe im Berichtsmonat bei saisonbereinigt 64,2 (Vormonat: 61,1) Punkten gelegen.

Ausschlaggebend dafür war laut BME in erster Linie der massive Zuwachs an Neuaufträgen. Global Player und KMU verzeichneten dabei ein neues Rekordhoch. Die meisten Neuaufträge seien bei den Investitionsgüterherstellern eingegangen.

Export gibt der deutschen Industrie kräftigen Schub

Enormen Rückenwind lieferte die kräftig anziehende Exportnachfrage – auch hier verbuchten die deutschen Firmen so starke Zuwachsraten wie nie seit Umfragebeginn im April 1996. Zugute sei ihnen dabei der schwache Außenwert des Euro gegenüber dem Dollar gekommen.

Die massive weltweite Nachfrage nach Vormaterialien und Rohstoffen habe zu Lieferengpässen geführt. Dadurch zogen der Mitteilung zufolge die Einkaufspreise im März kräftig an und erreichten mit 68,0 (Vormonat: 62,8) Zählern den höchsten Wert seit August 2008.

Unternehmen können Verkaufspreise nur moderat anheben

Die Verkaufspreise konnten mit einem Wert von 51,0 (50,7) hingegen nur moderat angehoben werden, wie der BME berichtet, weil der intensive Wettbewerb die Preismacht der Firmen immer noch beschränkte. Der saisonbereinigte Teilindex habe in etwa wieder das Niveau von Oktober 2008 erreicht.

Der seit 18 Monaten anhaltende Abbau der Vormateriallager habe sich im März nahezu gegen Null bewegt. Während einige Firmen noch an Lagerabbauprogrammen festhielten, würden etliche Firmen bereits unter Engpässen leiden und verzeichneten trotz Lageraufbaubemühungen abermals sinkende Vormaterial-Lagerbestände.

Der Personalrückgang in der Industrie seit Juli 2008 kam im März fast zum Stillstand, so der BME abschließend: Mit 49,7 Punkten näherte sich der saisonbereinigte Teilindex Beschäftigung der neutralen Wachstumsmarke von 50 bis auf 0,3 Zähler.

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