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Cemat-Hafenforum 2013 Gebündelte Transporte sollen Infrastrukturen entlasten

| Redakteur: Victoria Sonnenberg

Die Verkehrsträger Bahn und Binnenschiff haben die größten Wachstumspotenziale bei der Hinterlandanbindung der großen Seehäfen. Das war das Fazit des diesjährigen Cemat-Hafenforums, das die Deutsche Messe AG am 10. und 11. September mit 175 Teilnehmern aus der maritimen Wirtschaft in Hamburg veranstaltete.

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„Häfen spielen für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit unseres gesamten Landes eine ausgesprochen wichtige Rolle“, sagte Frank Horch, Senator der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg, in seiner Eröffnungsrede des diesjährigen Cemat-Hafenforums.
„Häfen spielen für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit unseres gesamten Landes eine ausgesprochen wichtige Rolle“, sagte Frank Horch, Senator der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg, in seiner Eröffnungsrede des diesjährigen Cemat-Hafenforums.
(Bild: Deutsche Messe)

Der Verkehrsträger Straße ist demnächst an seiner Kapazitätsgrenze angekommen. Allerdings lässt sich der seit Jahrzehnten vernachlässigte Aus- und Neubau der Infrastruktur nicht ohne weiteres kurz- beziehungsweise mittelfristig beheben. Um den gesamten Verkehrsfluss zu optimieren, müssen Verkehre künftig intelligent gesteuert werden, dabei spielen IT-Strukturen eine wichtige Rolle, darin waren sich die Teilnehmer einig. Großes Potenzial liegt beispielsweise in dem Aufbau umfassender Plattformen zur Verbindung sämtlicher Verkehrsträger und am Transport Beteiligten.

Kräfte bündeln und Wettbewerbsvorteile generieren

„Häfen spielen für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit unseres gesamten Landes eine ausgesprochen wichtige Rolle“, sagte Frank Horch, Senator der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg, in seiner Eröffnungsrede des diesjährigen Cemat-Hafenforums. „Obwohl Deutschland über leistungsstarke Häfen in allen Größenordnungen und für alle Belange verfügt, sollten wir unsere Kräfte in diesem Bereich weiter bündeln, wenn wir auch in Zukunft Wettbewerbsvorteile generieren wollen.“ Darüber hinaus müssten die Qualität der Hinterlandanbindungen verbessert und die Leistungsfähigkeit der wettbewerbskritischen Güterverkehrskorridore gezielt gestärkt werden. „Dabei gilt es, die Balance aus Ökonomie und Ökologie zu finden“, sagte Horch. „Der Hamburger Senat jedenfalls hat sich ganz bewusst für den Ausbau umweltfreundlicher Logistik- und Transportkonzepte entschieden.“ Allein bis zum Jahr 2018 wolle man 1 Mrd. Euro in den Ausbau und die Optimierung des Hamburger Hafens investieren.

In leistungsfähigere Steuerungssoftware investieren

„Auch das rapide Wachstum der Containerschiffe stellt die Häfen beziehungsweise Terminals aktuell vor große Herausforderungen“, sagte Hans-Wilhelm Dünner, Herausgeber des Magazins „Schiffahrt Hafen Bahn und Technik“ (SUT) und Moderator des Cemat-Hafenforums. „Aus diesem Grund ist eine der entscheidenden Fragen, wie das Terminal der Zukunft aussehen muss, um diese gestiegenen Mengen logistisch effizient bearbeiten zu können.“ Außerdem müssten einerseits die See- und Binnenterminals mit dem wachsenden Umschlagvolumen und neuen Marktherausforderungen Schritt halten, was zum Beispiel verstärkte Investitionen in innovative Technologien und immer leistungsfähigere Steuerungssoftware bedeuten kann. Andererseits hinkten die Investitionen der öffentlichen Hand in die Infrastrukturen im Hinterland zum Teil doch recht deutlich hinter den Anforderungen der verladenden Wirtschaft sowie ihrer Logistikdienstleister her.

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