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Hochleistungsdrucker Geeignete Kartonqualitäten für Datamatrix-Codedruck entscheidend

| Redakteur: Claudia Otto

Die Papiertechnische Stiftung (PTS) in München hat im Auftrag der Wolke Inks & Printers GmbH, Hersteller wartungsfreier Kennzeichnungssysteme aus Hersbruck, eine Praxisstudie durchgeführt. Ziel war es, das Zusammenwirken von Kartoneigenschaften, Drucktechnologien und Druckfarben bei der Faltschachtelkennzeichnung mit Datamatrix-Codes zu untersuchen.

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Mit dem Wolke Drucker M600 Advanced wurden alle relevanten Kriterien des Druckes von Datamatrix-Codes im Zusammenwirken mit dem Faltschachtelkarton getestet. Bild: Wolke
Mit dem Wolke Drucker M600 Advanced wurden alle relevanten Kriterien des Druckes von Datamatrix-Codes im Zusammenwirken mit dem Faltschachtelkarton getestet. Bild: Wolke
( Archiv: Vogel Business Media )

Durch Versuche wurde ermittelt, wie die Qualität der Datamatrix-Codierungen durch unterschiedliche Kartonoberflächen beeinflusst wird und welche Kartonsorten für die Kennzeichnung mit Drucksystemen von Wolke besonders geeignet sind. Zum Vergleich standen 76 Kartonsorten, die in Europa zur Herstellung von Pharmaschachteln eingesetzt werden.

Unbedruckte und lackfreie Karton-Oberflächen für Datamatrix-Druck geeignet

Mit dem Wolke Drucker M600 Advanced und dem Tintentyp Universal Black wurden 2D-Codes GS1 Datamatrix und 4-zeilige Texte aufgedruckt. Alle relevanten Kriterien des Druckes im Zusammenwirken mit dem Faltschachtelkarton kamen auf den Prüfstand: Trocknungszeit, Wischfestigkeit, Scheuer- und Nassfestigkeit des 2D-Codes, das Verlaufverhalten der Druckfarbe und der Einfluss von UV-Bestrahlung auf die Kameralesbarkeit (Grading).

Die praxisnahen Labortests bestätigten eine starke Abhängigkeit der Kennzeichnungsqualität von der Beschaffenheit der Kartonoberfläche. Prinzipiell geeignet waren alle geprüften Kartonsorten mit unbedruckten und lackfreien Oberflächen. Bei einer Druckgeschwindigkeit von 50 m/min und einer Auflösung von 300 DPI hatten alle Codes ein gutes Grading und hohe Kontrastwerte.

Auf vielen Kartonsorten müssen Datamatrix-Codierungen lange trocknen

Bei den Trocknungsgeschwindigkeiten mit anschließenden Wischtests gab es laut Wolke gravierende Unterschiede. Nur auf 20 getesteten Kartonsorten waren die Codierungen schon nach 0,3s wischfest trocken. Auf allen weiteren Kartonsorten wurden Trocknungszeiten von bis zu 1s ermittelt, wie es heißt.

Die Qualität und Lesbarkeit der 2D-Codes könne auch durch gewölbte Kartonoberflächen und hohe Luftfeuchtigkeit beeinträchtigt werden. Diese und weitere Rahmenbedingungen seien bei der Produktkennzeichnung während des automatischen Verpackens zu berücksichtigen. Der Kunde werde dazu von Wolke-Anwendungstechnikern beraten.

Spezifizierung von Kartonoberflächen für die Datamatrix-Codierung

Die Zusammenarbeit mit der Papiertechnischen Stiftung geht weiter. Mit finanzieller Unterstützung durch Wolke wurde kürzlich ein Forschungsprojekt des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller (VFA) abgeschlossen.

Ziel war es, eine Technik zu finden, die zur Spezifizierung von Kartonoberflächen für die Codierung mit wässrigen Inkjet-Tinten geeignet ist und für die Qualitätskontrolle bei der Herstellung des Kartonmaterials genutzt werden kann. Das Forschungsziel wurde erreicht und Wolke wird eigenen Angaben zufolge in Kürze darüber berichten.

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