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Logistikdienstleister Gefco erhält Subventionen für Ganzzugverkehr zwischen Frankreich und Russland

| Redakteur: Claudia Otto

Für die Einführung des Ganzzugverkehrs zwischen Vesoul (Frankreich) und Kaluga (Russland) hat die Gefco-Gruppe eigenen Angaben zufolge eine Zusage für Fördermittel aus dem EU-Programm „Marco Polo“ erhalten. Der multimodale Transport dient der Belieferung des Montagewerks PCMarus, ein Joint Venture von PSA Peugeot Citroën und Mitsubishi Motors Corporation in Russland.

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Während der Laufzeit des Marco Polo-Projekts plant Gefco die Verlagerung von über 411 Mio. Tonnenkilometern von der Straße auf die Schiene. Bild: Gefco
Während der Laufzeit des Marco Polo-Projekts plant Gefco die Verlagerung von über 411 Mio. Tonnenkilometern von der Straße auf die Schiene. Bild: Gefco
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Verbindung, die laut Gefco 704 Lastwagen ersetzt, die andernfalls für den Transport zwischen Frankreich und Russland nötig gewesen wären, ist europaweit eines der größten multimodalen Projekte. Sie durchquert Deutschland und Polen.

Laufzeit verkürzt sich von acht auf fünf Tage

Die Umsetzung eines täglichen Schienenverkehrs zur Beförderung von sogenannten SKD (Semi Knocked Down)-Automobilbausätzen zwischen Vesoul und Kaluga ist das Resultat einer zwölfmonatigen Konzeptionsphase von Gefco und seinen Partnern Captrain Deutschland und Transcontainer Russia.

Dadurch werden den Angaben zufolge täglich 44 LKW eingespart, und die Laufzeit verkürzt sich von acht auf fünf Tage; so erfüllt dieser Transport perfekt die Ziele und Auswahlkriterien des EU-Programms „Marco Polo“ zur Unterstützung modaler Transportprojekte.

Subvention von 539.000 Euro beantragt

Während der Laufzeit des Marco Polo-Projekts plant Gefco die Verlagerung von über 411 Mio. Tonnenkilometern von der Straße auf die Schiene. Damit liegt das Volumen weit über der von der EU-Kommission geforderten Mindestmenge von 60 Mio. Tonnenkilometern, die zur Teilnahme am Förderprogramm erreicht werden müssen. Basierend auf den anfallenden Kosten wurde eine Subvention von 539.000 Euro beantragt.

Mit der EU-Förderung wird der Ganzzugverkehr von Vesoul nach Kaluga als ein lebensfähiges Projekt anerkannt, das über die finanzielle Förderung durch die EU hinaus existieren wird.

Warentransport umweltfreundlicher gestalten

Die im Rahmen des Marco-Polo-Programms ausgewählten Projekte setzen sich allesamt zum Ziel, der Überlastung des europäischen Straßennetzes entgegenzuwirken und die Umweltfreundlichkeit des Warentransports zu verbessern. Gefco betrachtet den multimodalen Transport hier als eine Alternative zur Straße und als optimale Lösung, das gesteckte Ziel zu erreichen.

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