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Intermodale Transporte Gefco exklusiver Partner bei „TelliSys“

Beim EU-geförderten Projekt „TelliSys“ hat der Logistikdienstleister Gefco die Aufgabe, dieses neu entwickelte Transportsystem für intermodale Gütertransporte zu testen.

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Über zwei Jahre hat das „TelliSys“-Konsortium an der Entwicklung des neuen Transportsystems gearbeitet.
Über zwei Jahre hat das „TelliSys“-Konsortium an der Entwicklung des neuen Transportsystems gearbeitet.
(Bild: Gefco)

Bei „TelliSys“ handelt es sich um eine Kombination aus volumenoptimierten Ladeeinheiten, einer Super-Low-Deck Zugmaschine und einem daran angepassten Containerchassis. Da die Zugmaschine über eine sehr niedrige Aufsattelhöhe verfügt, bietet die Ladeeinheit (Container) eine maximale Innenhöhe von 2,97 m, sodass drei sogenannte „metre-trays“ verladen werden können, und ein Ladevolumen von bis zu 100 m³. Die Nutzung dieses Transportsystems würde daher die Beförderung von 20 % mehr Fracht pro Tour ermöglichen – kein Pappenstiel. Damit das Gesamtgewicht innerhalb der zulässigen Gewichtsgrenzen liegt, wurde ein spezielles Chassis mit einem Eigengewicht von nur 3830 kg entwickelt. Insgesamt kann so beim Treibstoffverbrauch gespart und die CO2-Bilanz im intermodalen Transport verbessert werden.

Wird die Neuentwicklung von der Logistik angenommen?

Im Rahmen des Testlaufs soll nun herausgefunden werden, ob sich das „TelliSys“-Konzept zukünftig am Logistikmarkt bewähren könnte. Der Schwerpunkt der Versuche liegt auf dem Handling, der Nutzbarkeit auf der Straße, der Schiene und dem Wasserweg sowie der Nachfrage der Verlader.

„In einem ersten Test Mitte März haben wir den Container auf dem Chassis per Lkw zum Umschlagbahnhof nach Herne gebracht. Dort erfolgten verschiedene Handling-Tests“, erklärt Henning Herz, Business Development Manager Multimodal. „Anschließend wurde der Container auf die Bahn verladen und ist in der Nacht zum 19. März per Bahn nach Italien (Busto Arsizio) abgefahren. Da der Bahntransport im Rundlauf erfolgte, war der Container am Montag, dem 23. März, wieder zurück in Herne.“ Von dort aus erfolgte die Abholung mit der Super-Low-Deck-Zugmaschine und der Transport in die Gefco-Niederlassung nach Mainz. Dort wurden verschiedene Be- und Entladetests durchgeführt. Abschließend wurde der Container-Prototyp wieder zum Hersteller Wecon nach Ascheberg überführt.

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