Suchen

Textillogistik Gerry Weber holt Logistik heim

| Redakteur: Robert Weber

Das Modeunternehmen will im Gewerbegebiet Ravenna Park ein neues Logistikzentrum samt Outlet-Store bauen. Das anvisierte Grundstück soll rund 15 ha umfassen, berichten lokale Medien. Die bisherigen Logistikstandorte Osnabrück und Ibbenbüren würden dadurch ersetzt, heißt es in einem Bericht. Gerry Weber wollte sich zu den Plänen nicht äußern.

Firmen zum Thema

(Bild: Graf Foto unter CC BY-SA 3.0, wikicommons)

Der Immobilienbranchendienst „Thomas Daily“ berichtet, dass die Logistikstandorte Ibbenbüren und Osnabrück durch das neue Lager ersetzt würden. Eine offizielle Stellungnahme wollte Gerry Weber gegenüber MM Logistik nicht abgeben. Hintergrund: Das Logistikzentrum in Ibbenbüren wird vom Logistikdienstleister Fiege verantwortet. In Osnabrück arbeiten Meyer&Meyer-Logistiker für Gerry Weber. Inwiefern die Dienstleister in die neuen Planungen eingebunden sind, ist offen. Eine Überraschung sei das Logistikvorhaben aber nicht, berichten Branchenkenner dieser Redaktion.

Alles aus einer Hand

Fest steht wohl: Die Modemacher wollen im neuen Lager die Bekleidungsstücke in Chargen sortieren und dann in den Einzelhandel geben. Überschüsse und Rückläufer oder zweite Wahl sollen direkt ins das benachbarte Outlet-Zentrum geleitet werden, schreibt das „Haller Kreisblatt“. Die Investition in Ostwestfallen passt zur Strategie des Unternehmens: „Wir haben in den nächsten drei Jahren noch eine schwere Aufgabe vor uns und wollen das Unternehmen zu einem vertikalen Anbieter ausbauen. Von der Produktion bis zum Verkauf im Laden soll alles in einer Hand sein, denn wir können die Aufträge besser takten und steuern als unsere Kunden im Einzelhandel“, erklärte Gerhard Weber bereits im November 2008 dem „Handelsblatt“.

45 ha für Gewerbe und Industrie

Standort des neuen Logistikzentrums soll der Ravenna Park in der Nähe von Halle werden. Der Park soll in seinem Endausbau rund 45 ha bebaubare Fläche bieten. Begrenzt von der Trasse der A 33 im Süden sowie einer Erschließungsstraße zum Grüngürtel im Nordosten hin, ergeben sich dem jetzigen Stand der Rahmenplanung nach drei große Teilflächen. Diese erlauben die Ansiedlung großer Unternehmen ebenso wie die Aufteilung für eine Vielzahl kleinerer und mittlerer Firmen, heißt es in einer Broschüre. Der autobahnnahe Teil des Ravenna Parks soll als Industriegebiet mit wenigen Einschränkungen für die Investoren ausgewiesen werden, der übrige Teil als Gewerbegebiet.

(ID:38072180)