Porträt

Gute Kennzeichnung ist unverzichtbar

| Autor / Redakteur: Bernd Maienschein / Bernd Maienschein

Der High-Speed-Etikettierer Legi-Air 6000 schafft bis zu 2400 unterschiedlich hohe Kartons pro Stunde.
Der High-Speed-Etikettierer Legi-Air 6000 schafft bis zu 2400 unterschiedlich hohe Kartons pro Stunde. (Bild: Creativ Picture)

Laut Duden ist das Kennzeichnen „die eindeutige Festlegung eines Gegenstandes durch eine Aussageform, die gesichertermaßen auf einen und nur einen Gegenstand zutrifft“ – was letztendlich nichts anderes bedeutet, als Dinge mit Merkmalen zu versehen, die eindeutig identifizierbar sind und die ihrem Träger eine eindeutige Identität verleihen.

Produkt- oder Warenkennzeichnungen mit Etiketten können beispielsweise in Form von Symbolen, (kurzen) Texten, Firmenlogos oder einfach nur durch Piktogramme die notwendigen Informationen auf und mit sich tragen – oder die Produkte sind gar mit RFID- oder NFC-Tags versehen und erlauben es, Waren per Lesegerät elektronisch und weitestgehend automatisiert zu identifizieren.

Was ist RFID – Alles zu Chips, Reader & Tags

RFID

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05.10.17 - RFID-Chips sind in der Industrie nicht mehr wegzudenken. Was RFID bedeutet und wie die Kommunikation aus Transponder und Reader funktioniert, erfahren Sie hier. lesen

In der aufkommenden Zeit der Mechanisierung und späteren Automatisierung der Produktion musste sich auch die Kennzeichnungstechnik anpassen und vor allem immer schneller werden. Die Zeiten, als beispielsweise Maler oder Schriftsteller ihre Kunstwerke noch umständlich und zeitaufwendig mit der Hand signierten, also ihr „Kennzeichen“ auf ihrem Produkt hinterließen, waren sowieso längst vorüber. Die industrielle Kennzeichnung sieht sich mit diversen Widrigkeiten konfrontiert: Modernste Produktionsmaschinen mit Durchsätzen von mehreren Hundert Produkten pro Minute verlangen eine rasend schnelle, trotzdem sichere und zuverlässige Kennzeichnung der Waren auf diversen Untergründen – kein leichtes Spiel für die Kennzeichnungssysteme, insbesondere was die Haftfähigkeit, das punktgenaue Aufbringen und die Haltbarkeit der Informationen angeht – von Kriterien wie Lebensmittelechtheit ganz zu schweigen.

50 Jahre Erfolg mit Kennzeichnung

Die Bluhm Systeme GmbH, aktuell mit einem Umsatz von 150 Mio. Euro (kum.) und europaweit rund 500 Mitarbeitern im Markt unterwegs, ist Komplettanbieter solcher in der Logistik so enorm wichtigen Beschriftungs- und Etikettierlösungen und blickt 2018 auf eine 50-jährige Erfolgsgeschichte zurück. Bluhm ist heute das größte Direktvertriebs- und Servicenetzwerk der Kennzeichnungsbranche und bietet neben systembezogener Beratung und Ingenieurleistungen im Sondermaschinenbau auch technischen Service und einen flächendeckenden Kundendienst an.

Firmengründer Eckhard Bluhm, mittlerweile 79 Jahre, hat das Unternehmen vom klassischen Einmannbetrieb zum großen Mittelständler gemacht, der weltweit agiert. Bluhm Senior hält sich fit, indem er unter anderem jeden Morgen mit seinem Labrador Jacky eine Dreiviertelstunde unterwegs ist, bevor er um 8 Uhr am Schreibtisch in der Unternehmenszentrale in Rheinbreitbach Platz nimmt. Bluhm und seine komplette Mannschaft haben in den vergangenen Jahren nie den Spaß und die Freude an der Kennzeichnungstechnik verloren, was sich auch im Firmenblog manifestiert.

Etikettierer mit „Integrationskompetenz“

Kennzeichnung

Etikettierer mit „Integrationskompetenz“

31.07.18 - Der neue Herma 500, Nachfolger des meistverkauften Etikettierers der Welt Herma 400, will durch umfassende Konnektivität, intuitive Bedienbarkeit, hochflexible Integrierbarkeit und seine Leistungsparameter überzeugen. Bei Bedarf lässt sich die Maschine sogar per Internet parametrieren, warten und bedienen. lesen

In den 60er-Jahren war die Kennzeichnungstechnik noch relativ simpel: Die Exportmarkierung von Kartons und Kisten erfolgte manuell mit Etiketten und Matrizen für die Vervielfältigung mit selbsteinfärbenden Handstempeln oder Schablonen. Auch war der Versand vielfach ein lästiges Übel und die Lagerhaltung in vielen Betrieben chaotisch. Man war also weit davon entfernt, dass die Kennzeichnungstechnik, wie heute, Produktions- und Logistikprozesse optimiert, Waren rückverfolgbar oder Produkte fälschungssicher gemacht hat. Eckhard Bluhm erkannte das Potenzial und machte sich 1968 mit seiner eigenen Firma für Kennzeichnungstechnik, Bluhm & Co., selbstständig. Gleichzeitig übernahm er die Vertriebsrechte für Deutschland von der US-Gesellschaft Weber Inc.

1980 war die Partnerschaft mit Weber Marking Systems Inc. (heute Weber Packaging Solutions) mehr denn je gefestigt, sodass beide Unternehmungen ein paritätisches Joint Venture Weber Marking Systems GmbH gründeten.

1980 erfolgte auch die Gründung der Bluhm Leasing GmbH & Co. KG, die von den Mitarbeitern finanziell getragen wird, und zwar durch praktiziertes Gewinnsharing bei den operativen Gesellschaften. Kunden erhalten neben guter technischer Beratung die Möglichkeit, das Kaufobjekt zu finanzieren, was auch für den Eigenbedarf an Investitionen in Betracht kommt. Für die Mitarbeiterschaft gibt es keine bessere Geldanlage auf dem Markt, als stiller Gesellschafter bei Bluhm Leasing zu sein und so von Gewinnmitnahmen im zweistelligen Prozentbereich zu profitieren.

Komplette Kennzeichnungstechnik

Kurz nach der Jahrtausendwende erfolgten Firmenzukäufe, die den Maschinenbau für Etikettiertechnik prägten und den Einstieg in die Herstellung von Codiersystemen unter dem Namen Markoprint ermöglichten. Begünstigt durch den elektronischen Fortschritt nahm auch die Eigenentwicklung Fahrt auf. Mehrere Tochtergesellschaften im benachbarten Ausland existierten bereits vor der Jahrtausendwende, als Voraussetzung für ein flächendeckendes Vertriebsnetz in Westeuropa.

Heute zeigen sich Vertriebspartner in allen Teilen der Welt und sorgen für interessante Zuwachsraten auf der geschäftlichen Ebene als Komplettanbieter für Kennzeichnungstechnik. Geschäftsführer der Bluhm Systeme GmbH und der Weber Marking Systems GmbH ist nach wie vor Eckhard Bluhm, aber die drei Söhne haben bereits 36 % der Geschäftsanteile übertragen bekommen: Volker Bluhm verantwortet Bluhm heute als Prokurist, die Weber-Ebene wird von Andreas gemanagt und der Laserbereich von Carsten. Zahlreiche Preise bis hin zur Ehrenplakette „Großer Preis des Mittelstands“ bezeugen unternehmerischen Weitblick in den vergangenen 50 Jahren, gleichzeitig einen wachen Blick für innovative Lösungen, was der Markt heute und morgen fordert.

Hier gibt's weitere Beiträge zu Bluhm Systeme!

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