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Identtechnik Hacker raus aus dem Logistikzentrum

| Redakteur: Robert Weber

Den Hackern keine Chance bieten, war das Ziel der Forscher um Prof. Dr. Christof Paar vom Institut für IT-Sicherheit der Ruhr-Universität Bochum. Das Verschlüsselungsverfahren Present wurde jetzt von der ISO anerkannt.

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Im Visier von Hackern: Eine RFID-Karte an der Ruhr-Universität. (Bild: Horst Görtz Institut für IT-Sicherheit der RUB)
Im Visier von Hackern: Eine RFID-Karte an der Ruhr-Universität. (Bild: Horst Görtz Institut für IT-Sicherheit der RUB)

Das Verschlüsselungsverfahren Pressent entstand aus einer Zusammenarbeit der Ruhr-Universität Bochum mit den Orange Labs Frankreich und der Technischen Universität Dänemark. Das Chiffre-Design zeichnet sich durch seine Hardware-Effizienz aus, wodurch das Verfahren sogar für die Gesundheitskarte oder RFID-Etiketten einsetzbar ist. Wegen der Kombination aus geringem finanziellen Aufwand und einem besonders hohen Sicherheitsniveau wird es nun zum internationalen Standard, schreiben die Forscher stolz.

Einsatz in der Logistikwirtschaft

Weil die „International Organization for Standardization (ISO)“ die Chiffre anerkannt hat, sehen die Forscher sich in ihrer Arbeit bestätigt. „Seit einigen Jahren gibt es eine verstärkte Nachfrage aus der Industrie nach Bausteinen, die nicht nur exzellenten Schutz bieten, sondern auch extrem kosteneffizient sind.

Present ist die erste Chiffre, die speziell für diesen Zweck entwickelt wurde. Sie gewährt Sicherheit mit Kosten von unter einem Cent“, erklärt Prof. Dr. Christof Paar (Lehrstuhl für Embedded Security). Present gewann 2010 den Deutschen IT-Sicherheitspreis und wird in den nächsten Jahren in der Logistik, in Fahrzeugen und Maschinen oder auch in der Medizintechnik eingesetzt.

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