Jungheinrich

Hamburger Stapler-Hersteller muss tiefer stapeln

14.05.2009 | Redakteur: Jürgen Schreier

Trotz der aktuellen Probleme sieht sich Flurförderzeug-Hersteller Jungheinrich für die Zukunft gut gerüstet. Seit kurzem neu auf dem Markt: der vielseitige Elektro-Deichselstapler EMC 110. Bilder: Jungheinrich
Trotz der aktuellen Probleme sieht sich Flurförderzeug-Hersteller Jungheinrich für die Zukunft gut gerüstet. Seit kurzem neu auf dem Markt: der vielseitige Elektro-Deichselstapler EMC 110. Bilder: Jungheinrich

Wo nichts produziert wird, da wird nichts gelagert, verladen und transportiert. Diese traurige Tatsache macht nun auch der Flurförderzeug-Branche immer mehr zu schaffen – auch dem Stapler-Hersteller Jungheinrich.

Der starke Einbruch der weltweiten Nachfrage nach Flurförderzeugen im 1. Quartal 2009 führte zu einer Halbierung des Weltmarktvolumens auf 121000 Flurförderzeuge (Vorjahr: 240000 Einheiten). Trotzdem hat sich der Jungheinrich-Konzern nach eigenem Bekunden in diesem schwierigen Marktumfeld erfolgreich behaupten und seine Marktposition weltweit ausgebauen können. Ein frühzeitig geschnürtes Maßnahmenbündel zur Krisenbewältigung und Ertragsverbesserung zeige erste positive Effekte, teilt der Flurförderzeug-Hersteller mit. So konnte ein höherer Verlust im 1. Quartal vermieden werden.

Jungheinrich meldet massive Einbrüche bei Auftragseingang und Umsatz

Der massive Markt- und Nachfragerückgang bei Flurförderzeugen spiegelt sich auch in der Geschäftsentwicklung des Stapler- und Lagerherstechnik-Herstellers in den ersten drei Monaten 2009 wider. Der wertmäßige Auftragseingang, der alle Geschäftsfelder umfasst, verringerte sich um 27% auf 405 Mio. Euro (Vorjahr: 553 Mio. Euro). Die Umsatzerlöse von Jungheinrich schrumpften im 1. Quartal 2009 um rund 16% auf 413 Mio. Euro (Vorjahr: 491 Millionen Euro). Das Neugeschäft war mit minus 27% am stärksten betroffen, gefolgt vom Miet- und Gebrauchtgerätegeschäft mit minus 4%. Das geschäft mit Gebrauchtstaplern wies dabei sogar einen leichten Zuwachs auf. Der Kundendienst blieb mit einem Rückgang von 2% stabil.

Operatives Ergebnis dreht ins Minus

Das operative Ergebnis von Jungheinrich vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank im 1. Quartal 2009 auf minus 2,8 Mio. Euro (Vorjahr: plus 29,6 Mio. Euro). Die entsprechende Umsatzrendite fiel auf minus 0,7% (Vorjahr: plus 6%). Das Ergebnis nach Steuern belief sich bei einem geringen Steueraufwand auf minus 3,6 Mio. Euro (Vorjahr: plus 18,1 Mio. Euro). „Die bereits 2008 eingeleiteten Maßnahmen zur Anpassung der Produktion an die geringere Nachfrage entfalteten vor allem im letzten Berichtsmonat erste positive Wirkung. Hierdurch und durch das stabile Kundendienstgeschäft konnte ein höherer Verlust vermieden werden“, erklärte Hans-Georg Frey, Vorsitzender des Vorstandes der Jungheinrich AG.

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