Logistikdienstleister Havi Logistics setzt weiter auf Stromer

Seit seiner Gründung im Novemer 1981 ist Havi Logistics mit Hauptsitz in Duisburg für die Distribution von Food- und Nonfood-Artikeln nach einem One-Stop-Shopping-Konzept verantwortlich. Seit Ende 2011 setzt der europaweit tätige Logistikdienstleister bei Post- und Dokumentenlieferungen auf ein modernes Elektroauto. Und das bleibt auch so.

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Sind vom strombetriebenen Kurierfahrzeug überzeugt: Jens Schauer, Leiter Team Mobility Services, und Havi-Logistics-Botin Renate Hübner.
Sind vom strombetriebenen Kurierfahrzeug überzeugt: Jens Schauer, Leiter Team Mobility Services, und Havi-Logistics-Botin Renate Hübner.
(Bild: Havi Logistics)

Wenn das Botenfahrzeug von Havi Logistics auf Tour geht, ist kein Motorenlärm zu hören und keine Abgaswolke zu sehen. Mit einer CO2-Emission von 0,54 t im Vergleich zu 2 t pro Jahr, die gängige Dieselfahrzeuge bei 10.000 km Fahrleistung ausstoßen, leistet auch das Botenfahrzeug einen Beitrag zur Nachhaltigkeitsstrategie des Logistikdienstleisters. Deshalb setzt Havi Logistics eigenen Angaben zufolge auch weiter auf das Elektroauto.

1,70 Euro netto Stromkosten für 100 km

„Für unsere Zwecke ist der Wagen ideal“, zieht Jens Schauer, Leiter Team Mobility Services bei Havi Logistics, ein erstes Fazit. „Wir können die täglich anfallenden Kurierfahrten so umweltfreundlich wie möglich gestalten und uns dabei frühzeitig mit der neuen Technik auseinandersetzen.“ Seit sechs Monaten steht daher neben dem Elektrowagen auch die entsprechende „Tankstelle“ auf dem Unternehmensgelände. Hier wird das Botenfahrzeug über Nacht wieder aufgeladen – per Steckdose. Der Strom, der so in die Lithium-Ionen-Batterien des Wagens fließt, ist ein Energie-Mix und kommt bereits zu 30 % aus regenerativen Quellen. Inklusive der CO2-Emissionen, die bei der Stromproduktion anfallen, kommt das Elektroauto daher auf nur 54 g CO2/km.

Zum Vergleich: Bereits sehr moderne, treibstoffbetriebene Fahrzeuge haben einen durchschnittlichen CO2-Ausstoß von mindestens 120 g/km. „Allein das Vorgängerauto hat auf seinen Botenfahrten 2,59 t CO2 pro Jahr ausgestoßen“, so Schauer. Hinzu kommen die niedrigen Betriebskosten: Während ein Diesel auf 100 km Treibstoff für sechs bis acht Euro netto verbraucht, kommt das lautlose Botenfahrzeug auf nur 1,70 Euro netto für die Stromkosten.

Reichweite von 100 km für Kurzstrecken ausreichend

Renate Hübner, Havi-Logistics-Botin, sitzt gerne hinter dem Steuer des batteriebetriebenen Citroëns. 30 bis 50 km sind sie und ihre Kollegin Kerstin Schlüter täglich mit dem Wagen in Duisburg und Umgebung unterwegs. „Das geräuschlose Fahren ist sehr angenehm und die Reichweite von 100 km für Kurzstrecken absolut ausreichend.“

Sobald es allerdings um Fahrten über längere Strecken geht, ist das Elektroauto (noch) nicht soweit. Eine Ausweitung des batteriebetriebenen Fuhrparks ist daher bei Havi Logistics kurzfristig noch nicht geplant. „Dafür sind die Anschaffungskosten bislang zu hoch, die Batterien und Speichermöglichkeiten gleichzeitig noch nicht leistungsfähig genug“, so Jens Schauer. Das Testprojekt wird daher verlängert – auch um weitere Erfahrungen auf dem Gebiet der Elektromobilität zu sammeln. Jens Schauer: „So können wir nachhaltig agieren und innovativ bleiben.“

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