Übernahmen in der Logistik

Hersteller von Lager- und Fördertechnik werden es schwerer haben

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Wie verändert das den Markt?

Die etablierten Hersteller von Lager- und Förderetechnik werden es schwerer haben. Sie müssen schon gewaltige Vorteile bieten, um gegen konzerneigene Töchter mithalten zu können. Vielleicht müssen sie sich auf andere Marktsegmente einstellen, beispielsweise Mittelständler, für die sich der Aufbau einer eigenen "Truppe" nicht lohnt, weil es zu wenig Projekte gibt. Der Markt könnte sich so entwickeln, dass es hoch spezialisierte Konzerntöchter gibt, die deren Bedürfnisse extrem gut bedienen können und auf der anderen Seite "Generalisten", die eben den Rest der Wirtschaft bedienen. Dieser Rest ist für die spezialisierten Konzerntöchter gar nicht interessant.

Welche Risiken oder welche Chancen hat das für die Übernommenen?

Chancen für solche übernommene Firmen sind sicherlich in der finanziellen Kraft des Mutterkonzerns gegeben. Selbst wenn man mal 2 oder 3 Jahre negative Ergebnisse einfährt, hält das der Mutterkonzern locker aus. Allerdings ist die Konzernstruktur auch zugleich ein Risiko. Manchmal gibt es den einen oder anderen "Erdrutsch" in der Führungsetage, und von einem Tag auf den anderen hat sich die Politik um 180° gedreht. Das Tochterunternehmen wird schnellstmöglich abgestoßen, möglicherweise an einen Finanzinvestor, und dann hat man es schwer. Vor allem dann, wenn man sich im bequemen "Konzernbiotop" erst einmal richtig häuslich eingerichtet hat.

Werden wir in Zukunft noch mehr Übernahmen sehen? Wenn ja – warum?

Ich denke, dass so wie Otto mit Hermes oder Amazon mit Kiva, Krones mit Klug auch weitere Unternehmen im Handelssektor dieses Modell übernehmen werden. Immer dann, wenn es wirtschaftlich ist. Denn eines kann man dem Handel mit Sicherheit nicht nachsagen: dass er nicht genau rechnen kann. Was die OEMs der Automobilindustrie angeht, bin ich selbst gespannt.

Es gäbe ja noch ein alternatives Modell, das ich einem meiner Auftraggeber schon einmal vorgeschlagen habe: nicht nur das Lager zu bauen, sondern es gleich dauerhaft zu betreiben. Die ganzen Querelen mit Kundenbeschwerden fallen weg, denn es sind qualifizierte Fachleute im Leitstand und für einen schwierigeren Störungsfall kann man auf die Spezialisten zurückgreifen. Auch solche Modelle sind teils schon umgesetzt..

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