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Charity Hilfsgüter für Mossuls Kinder unterwegs

Die Frankfurter Hilfsorganisation „Luftfahrt ohne Grenzen e. V.“ hat am vergangenen Samstag (15. Juli) 20 t Kindernahrung und medizinisches Gerät mit der Fluggesellschaft Silk Way auf den Weg in den Irak gebracht.

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Eine Maschine der Fluglinie Silk Way brachte jetzt 20 t Hilfsgüter und medizinisches Gerät in den Irak.
Eine Maschine der Fluglinie Silk Way brachte jetzt 20 t Hilfsgüter und medizinisches Gerät in den Irak.
(Bild: Frankfurt Hahn Airport)

Die Welt hat sich an humanitäre Katastrophen wie der im Irak scheinbar gewöhnt. Da tut es gut, positive Dinge wie anlaufende Hilfslieferungen in Krisenregionen berichten zu können. So beispielsweise die einer ersten Hilfslieferung aus Deutschland für die erst kürzlich aus den Händen des sogenannten Islamischen Staats befreite nordirakische Stadt Mossul.

Premiere für den Hunsrück-Flughafen

Die Hilfslieferung war von Frankfurt-Hahn aus gestartet, eine Premiere für den Hunsrück-Flughafen. Die am Flughafen Frankfurt am Main beheimatete Hilfsorganisation „Luftfahrt ohne Grenzen e. V. – Wings of Help“ nutzte den Hahn zum ersten Mal, um medizinisches Gerät und Nahrung über die irakische Stadt Erbil in das nahe Mossul gelegene Flüchtlingslager Hassan Sham zu bringen.

Laut Frank Franke, dem Präsidenten der Hilfsorganisation, leben zur Zeit rund 100.000 Flüchtlinge aus Mossul in Hassan Sham. „Die Situation dort ist erschütternd“, so Franke. „Die medizinische Versorgung ist völlig zusammengebrochen.“ Die Lebensmittelversorgung sei so knapp, dass Kinder aufgekochten Brei aus zerschnittenen Pappkartons essen müssten, um überhaupt etwas im Magen zu haben.

Gateway für humanitäre Hilfe

Der Vereinspräsident betont, dass seine Organisation stolz darauf sei, am Samstag gleich 20 t Hilfsgüter auf den Weg gebracht zu haben, die einem Wert von etwa 600.000 Euro entsprochen hätten. In Frachtdimensionen gedacht sind das umgerechnet 130 Europaletten mit Kindernahrung. Auch ein Ultraschallgerät zur Behandlung von Verletzen ist mit an Bord. Die Zusammenarbeit der Hilfsorganisation mit der Fluglinie Silk Way sei eine gelungene Premiere gewesen und hätte den „Hahn“ zu einem Gateway für humanitäre Hilfe im Nahen Osten gemacht, so Franke.

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