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Automobillogistik Hochregal x 2 – Boysen baut Zwillingslager

| Redakteur: Robert Weber

Der Automobilzulieferer Boysen investiert in die Logistik und baut in den USA und in Südafrika jeweils ein Hochregallager. Die Intralogistik verantwortet Kardex Mlog. Die Zwillingslager erinnern an ein ähnliches Logistikprojekt von Kardex Mlog in Bremen.

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Neuer Nachbar: Boysen baut sein Hochregallager in der Nähe des Daimler Werks Tuscaloosa.
Neuer Nachbar: Boysen baut sein Hochregallager in der Nähe des Daimler Werks Tuscaloosa.
(Bild: Daimler)

Boysen zieht mit seinen neuen Versandzentren in die direkte Nachbarschaft der Mercedes-Benz Werke in Tuscaloosa (Alabama, USA) und East London (Südafrika). Die neuen Hochregallager in beiden Boysen Auslandswerken sind - wenn auch spiegelverkehrt - identisch aufgebaut. Ein wesentlicher Unterschied liegt im Regalbau. Im tektonisch heiklen Alabama wird das Regal von Kardex Stow erdbebensicher ausgeführt, was in Südafrika nicht erforderlich ist. Ansonsten aber ist vieles gleich. Beide Lager verfügen über zwei Gassen und Stichstrecken zum Warenein- und ausgang. Ein- und Auslagerung erfolgen über Förderstrecken und einen Vertikalumsetzer, der die Fördertechnikbereiche im Erdgeschoss mit der Ein-/Auslagerfördertechnik auf der Bühne verbindet. Die erste Gasse wird über ein einsäuliges Msingle RBG bedient. Dieses verfügt über eine Traglast von 15 kN und lagert als Standardladungsträger Gitterboxen unterschiedlicher Abmessungen ein. In Gasse zwei wird ein zweisäuliges RBG des Typs Mtwin 2500/21 zum Einsatz kommen, das höhere Traglasten bis zu 25 kN bewältigen kann.

Startschuss noch in 2013

Durch einzeln zuschaltbare Zinken kann dessen Teleskopgabel auch Großträger aufnehmen, auf denen Komponenten ein- und ausgelagert werden, die für sich nicht transportfähig sind. Die Steuerung bewegt sich einheitlich auf S7-Standard, die Koordination des Materialflusses übernimmt ein Lagerverwaltungsrechner von Kardex Mlog. Nach der für nächstes Jahr geplanten Inbetriebnahme wird East London über eine Kapazität von knapp 3100 Stellplätzen verfügen, das Lager in Tuscaloosa ist mit 3631 Stellplätzen etwas größer; es soll noch in diesem Jahr in Betrieb gehen.

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