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Bionik Homo sapiens und Hochregal – Nobelpreis für Zell-Logistik

| Redakteur: Robert Weber

Heute gab das Nobelkomitee die Preisträger der Medizin bekannt. Gewonnen haben drei Logistiker. Die Mediziner Randy Schekman, James Rothman und Thomas Südhof entschlüsselten das menschliche Transportsystem. MM Logistik gratuliert den drei Forschern.

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Der Stifter: Auf Alfred Nobel geht der Nobelpreis zurück.
Der Stifter: Auf Alfred Nobel geht der Nobelpreis zurück.
(Bild: Gösta Florman (1831–1900) / The Royal Library, gemeinfrei, wikicommons)

Der menschliche Körper mit seinen Hormonen, Neurotransmittern und anderen Substanzen ist komplex und manchmal sogar chaotisch. Doch wie schafft der Körper den Transport der wichtigen Substanzen zum richtigen Zeitpunkt? Eine Frage, die sich auch immer die Logistiker stellen. Wie schaffe ich es, dass mein Hochregallager zeitgenau auslagert und die Waren zum Versand fördert? Der Mensch als lebendes Hochregal? Hinter der Logistik des Homo sapiens und des Hochregals steckt ein ausgeklügeltes Transport- und WM-System, man kann auch vom Gehirn sprechen. Den Nobelpreisträgern ist es nun gelungen, das für bis dato unbekannte „WMS“ zu entschlüsseln.

Statt in Behältern reisen im menschlichen Körper die Substanzen in Vesikeln, Bläschen oder Ballons, schreiben Medien. Diese Transporter unterscheiden sich voneinander, sind intelligent und docken an verschiedenen Stellen an – der intelligente Behälter eben. Wenn Störungen im Lager sind, dann stockt die Produktion. Wenn die Zelltransporter eine Störung melden, dann wird der Mensch krank. Deshalb ist es entscheidend, die Logistik im Körper auf Touren zu halten. Manche Krankheitserreger blockieren sogar die Zell-Logistik. Deshalb ist es umso wichtiger, den Transportweg, die Logistikkette, genau zu kennen, damit sie nicht reißt. Das gilt in der Industrie und in der Medizin.

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