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Verkehrspolitik Im Auftrag der Logistik – Ramsauer reist durch die Welt

| Redakteur: Robert Weber

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer ist international viel unterwegs. Die Kapverdischen Inseln, Brüssel oder Mongolei gehören zu den Zielen. Alles im Dienste der Logistik? Vom „Schattenaußenminister“ spricht die Opposition im Bundestag. Dem Minister droht Ungemach.

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Logistikstandort der Zukunft? Bundesverkehrsminister Ramsauer zog es auch nach Urumqui in China.
Logistikstandort der Zukunft? Bundesverkehrsminister Ramsauer zog es auch nach Urumqui in China.
(Bild: Alexander Flühmann unter GNU Lizenz, wikipedia.de)

Das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ berichtet, dass das Bundesverkehrsministerium zu den Ministerien gehört, die in den vergangenen Jahren regelmäßig ihr Reisebudget überschritten haben. Der Etat für Ramsauers Haus wird mit 2,5 Mio. Euro angegeben. Tatsächlich sollen der CSU-Politiker und seine Mitarbeiter in 2010 und 2009 mehr als 2,7 Mio. Euro ausgegeben haben. Auch 2011 soll das Budget nicht ausgereicht haben, heißt es weiter. Zum Vergleich: Dem Außenministerium stehen 3,6 Mio. Euro für Reisen zu.

Das Verkehrsministerium begründet die Ausgaben mit der neuen Außenwirtschaftsstrategie des Hauses, schreibt der Spiegel und zitiert aus einer Antwort auf die Grünen-Anfrage. Das passt zu den Aussagen, die Ramsauer auf dem Deutschen Logistik Kongress 2011 tätigte. Damals schwärmte er von seiner Chinareise.

Ich bin gerne bereit, mich auch persönlich für Logistik made in Germany im Ausland zu engagieren

„Logistik „made in Germany“ hat weltweit einen guten Ruf. Diesen Ruf wollen wir sichern und ausbauen. Dazu gehört auch, dass wir unsere logistischen Angebote weltweit bekannt machen. Kernziel ist es, durch bessere Vermarktung Auftragszuwächse für die deutsche Transport- und Logistikwirtschaft und Arbeitsplätze zu generieren. Daher investieren wir jährlich 600.000 Euro in die Vermarktung des Standorts Deutschland. Ich freue mich darüber, dass die Wirtschaft ebenfalls einen erheblichen finanziellen Beitrag in gleicher Höhe zugesagt hat“, erklärte Ramsauer damals. Interessant vor allem dieser Zusatz: „Und ich bin gerne bereit, mich auch persönlich für Logistik made in Germany im Ausland zu engagieren. Verschiedene Auslandsreisen wie beispielsweise auf die arabische Halbinsel dienten gerade auch diesem Zweck.“

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