Flurförderzeuge

Im Stehen Kabel fahren, die die Welt verbinden

| Autor / Redakteur: Andreas Hampe / Bernd Maienschein

Wenn lange Wegstrecken bewältigt werden müssen und beengte Lagerverhältnisse vorherrschen, ist der Fahrerstandstapler von Atlet das geeignete Hilfsmittel.
Wenn lange Wegstrecken bewältigt werden müssen und beengte Lagerverhältnisse vorherrschen, ist der Fahrerstandstapler von Atlet das geeignete Hilfsmittel. (Bild: Atlet)

Der Transrapid in Shanghai kann ohne sie nicht fahren, die Rolling Stones brauchen sie für ihren Sound und auch die Klimaanlagen der Cheops-Pyramiden bekommen ihre Energie aus schwäbischen Kabeln. Fahrerstandstapler sind für den Materialfluss im Logistikzentrum eines Stuttgarter Kabelherstellers verantwortlich.

Leitungen müssen oft völlig unterschiedliche, extreme Belastungen aushalten. Deswegen hat sich Lapp Kabel, ein Familienunternehmen mit internationalem Ruf, darauf spezialisiert, Produkte für besondere Anwendungen in der Industrie anzufertigen. Dazu gehört unter anderem auch die Verkabelung der neuen Oper in Peking oder der mächtigen Europabrücke über den Öresund. Vor 50 Jahren entwickelte Oskar Lapp die erste industriell gefertigte Leitung. Sie war widerstandsfähig gegen Öl und man fertigte die Adern der Kabel zur besseren Erkennung mehrfarbig. Eine grandiose Erfindung, die bis heute unter dem Namen „Ölflex“ geschützt ist.

Im Bereich der Maschinensteuerungsleitungen für Medizintechnik, öffentliche Verkehrsmittel, Solartechnik, Seekabel, Glasfaserkabel oder in der Telekommunikation hat Lapp Kabel weltweit eine führende Position eingenommen. Elektrischer Strom, Lichtwellen, Daten, aber auch komplette Verbindungssysteme beispielsweise, um Maschinen mit Strom zu versorgen – über 3000 Beschäftigte produzieren Leitungen für alles, was diese transportieren können.

Genügsame Fahrerstandstapler

Heute ist die Lapp-Gruppe mit 17 Produktionsstätten und 100 Auslandsvertretungen, von Spanien über Korea bis nach Indien, breit aufgestellt. Logistisch versorgt werden Kunden und Auslandsvertretungen unter anderem aus dem Dienstleistungs- und Logistikzentrum Stuttgart. Dort sind auf zwei Stockwerken rund 6000 Paletten untergebracht. Seit über 20 Jahren verlassen sich die verantwortlichen Logistiker von Lapp Kabel auf Stapler des schwedischen Herstellers Atlet. Auf engstem Raum und begrenzt belastbaren Böden hat man sich für den Einsatz von Fahrerstandstaplern entschieden. In 2,3 m schmalen Gängen lagern hier Systemprodukte, die von dort aus in alle Welt versandt werden. Insgesamt sind bei Lapp Kabel sechs Atlet-Fahrerstandstapler im Einsatz, die aufgrund ihres geringen Eigengewichtes den Anforderungen der begrenzten Deckenbelastungen entsprachen. Ausgerüstet mit einem Initialhub, können sie zwei Paletten gleichzeitig aufnehmen und transportieren. Lange Wege von der Produktion in das Lager werden nicht nur erheblich erleichtert, es wird auch allerhöchste Effizienz erreicht.

Alternative zu Deichselstaplern

Schon 1960 wurde der Fahrerstandstapler im schwedischen Stammhaus als effizientere Alternative zu einem Deichselstapler entwickelt. Hubhöhen bis 7 m, Tragfähigkeiten bis 2 t und Arbeitsgangbreiten von 2,0 bis 2,4 m sind seine Leistungsdaten. Auch nach über 50 Jahren gehört dieser wendige und flexible Stapler zu den kostengünstigsten logistischen Lösungen.

Mit bis zu 700 Ah Batteriekapazität garantiert er lange Arbeitseinsätze. Komfortable Ausstattungen, wie eine leichtgängige Servolenkung, eine gute Rundumsicht, Schreibfläche, verstellbares Lenkrad, gefederter Boden und das stabile Fahrerschutzdach, bieten nicht nur höchstmögliche Sicherheit, sondern auch einen komfortablen Arbeitsplatz für den Staplerfahrer.

* Andreas Hampe ist Geschäftsführer der Unicarriers Germany GmbH in 46149 Oberhausen

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