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Forschung IML plant Logistik für „Future Circular Collider“

Das Europäische Kernforschungszentrum CERN bei Genf, Schweiz, hat Großes vor: Ab 2035 soll dort der „Future Circular Collider“ den bisherigen „Large Hadron Collider“ ablösen. Das Fraunhofer-IML hat das dazugehörige Logistikkonzept entwickelt.

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Die Logistik für den neu zu bauenden Teilchenbeschleuniger „Future Circular Collider“ – im Bild der aktuelle „Large Hadron Collider“ – stammt vom Fraunhofer-IML in Dortmund.
Die Logistik für den neu zu bauenden Teilchenbeschleuniger „Future Circular Collider“ – im Bild der aktuelle „Large Hadron Collider“ – stammt vom Fraunhofer-IML in Dortmund.
(Bild: CERN)

Der leistungsstärkste Teilchenbeschleuniger der Welt, der „Large Hadron Collider“ der Europäischen Organisation für Kernforschung CERN, läuft noch bis 2035. Doch was kommt danach? Über 70 Teams weltweit planen den Nachfolger „Future Circular Collider“ – und die Logistik stammt aus Dortmund. Auf der diesjährigen „FCC-Week“ in Amsterdam haben Forscher des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik (IML) die Ergebnisse ihrer Vorstudie der Planungskommission des CERN vorgestellt.

Transport als logistische Herausforderung

Nicht mehr rund 27 km, sondern bis zu 100 km Umfang soll der „Future Circular Collider“ haben. Die dafür benötigten Bauteile werden weltweit gefertigt und müssen innerhalb von ein bis zwei Jahren an die Baustelle des FCC geliefert werden – eine logistische Herausforderung. Seit 2017 hat das IML den gesamten Transport der Bauteile beleuchtet: den oberirdischen Transport der Bauteile zur Baustelle mittels verschiedener Verkehrsmittel wie auch den unterirdischen Transport an der Baustelle selbst. Zu den Bauteilen zählen auch Dipol-Magnete, die später die beschleunigten Teilchen innerhalb des Tunnels auf Kurs halten werden.

Bei 4000 bis 6000 Magneten von jeweils 60 bis 80 t Gewicht gestaltet sich der Transport als Mammutaufgabe – vor allem deshalb, weil die Hochleistungsmagnete extrem sensibel sind und im montierten Zustand nur sehr geringe Erschütterungen und Beschleunigungen von unter 0,1 g vertragen. Das sei mit einem konventionellen Transportsystem beinahe unmöglich, so das Fraunhofer-IML. Daher haben die Dortmunder ein neues, modulares Fahrzeugkonzept entwickelt, das den Anforderungen gewachsen ist.

Zur in Amsterdam vorgestellten Studie gehören außerdem Vorschläge für die Wahl geeigneter Zwischenlager und den Standort der Forschungsanlage sowie verschiedene Szenarien für die Lieferung aller zum Bau benötigten Materialien innerhalb des gewünschten Zeitplans.

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