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Lagerverwaltungssysteme Immer genau getaktet

| Redakteur: M. A. Benedikt Hofmann

Sanitop-Wingenroth, einer der führenden europäischen Sanitärlieferanten der Baumarktbranche, hat gemeinsam mit Team ein neues Lagerverwaltungssystem auf Basis von Prostore eingeführt. Dabei war die Konsolidierung eine der großen Herausforderungen.

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Ein Blick in das Lager des Sanitärlieferanten Sanitop-Wingenroth.
Ein Blick in das Lager des Sanitärlieferanten Sanitop-Wingenroth.
(Bild: Sanitop-Wingenroth)

Die Heterogenität der Artikel im Sanitärgroßhandel stellt besonders hohe Ansprüche an die Logistik und an das Lagerverwaltungssystem. Vom Dichtungsring, über Rohre bis zum Whirlpool müssen die Artikel stellplatzgenau und für die Kommissionierung optimal verwaltet werden. Unter Ausnutzung der bestehenden Infrastruktur und Lagertopologie wurde die Software mit dem Ziel der Effizienzsteigerung und Flexibilisierung der Prozesse im Lager vom Wareneingang bis zum Versand eingeführt. Prostore ist dabei das bestandsführende System und meldet alle Bestandsänderungen online an das ERP-System.

Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts war die Einrichtung von Kommissionierzonen und deren individuelle flexible Kommissionierstrategien. Der Einsatz von Pick-by-Voice, mobilen Handhelds und einer Put-to-light-Lösung sorgt in Verbindung mit einer mehrdimensional konfigurierbaren Wegeoptimierung für optimale und flexible Kommissionierrundfahrten, so Team. Überwiegend erfolgt die Kommissionierung nach dem Mann-zur-Ware-Prinzip. Die Ausnahme bilden aktuell die fünf Tablarlifte, bei denen das Prinzip Ware-zum-Mann gilt.

Genau getaktete Kommissionierung nötig

Als große Herausforderung stellte sich die Konsolidierung dar. Räumlich eingeschränkte Bereitstellungsflächen zwingen zu einer genau getakteten Kommissionierung und einer parallelen Zuführung der Ware einer Lieferung. Hierbei unterstützt das Lagerverwaltungssystem die Mitarbeiter durch aussagekräftige grafische Leitstandsübersichten und die priorisierte Einsteuerung der Aufträge.

Die Inbetriebnahme der Software erfolgte in drei Teilschritten. Auf diese Weise konnte die Komplexität bei der Einführung reduziert und die Mitarbeiter sukzessiv an die Handhabung der Software herangeführt werden. Mit den ersten beiden Schritten wurden zunächst die Bereiche abgelöst, die bislang ausschließlich über das ERP-System verwaltet wurden. Der letzte Inbetriebnahmeschritt war den Unternehmen zufolge der weitaus komplexeste. Dabei erfolgte die Integration der Behälterfördertechnik sowie die zusätzliche Anbindung der Pick-by-voice- und Put-to-light-Lösungen in den stark frequentierten Kommissionierzonen.

Mit der Investition in das neue Lagerverwaltungssystem schafft Sanitop-Wingenroth nach Unternehmensinformation eine weitere signifikante und nachhaltige Effizienzsteigerung und Flexibilisierung in der Logistik und ermöglicht es, auf die dynamischen Anforderungen der Handelspartner noch schneller und besser reagieren zu können.

(ID:43602019)