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Fördertechnik In 1,5 Stunden am Ziel

| Redakteur: Benedikt Hofmann

Intralogistiklösungen von AMI Förder- und Lagertechnik sorgen beim Textilgroßhändler L-Shop-Team auch bei höchster Auslastung für eine effiziente Abwickelung und kurze Lieferzeiten. Das Unternehmen hatte seinen Durchsatz in wenigen Jahren von 1700 auf 6000 Pakete am Tag gesteigert.

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Die Förderanlagen von AMI sorgen bei L-Shop-Team für eine effiziente Abwickelung und kurze Lieferzeiten.
Die Förderanlagen von AMI sorgen bei L-Shop-Team für eine effiziente Abwickelung und kurze Lieferzeiten.
(Bild: AMI Förder- und Lagertechnik )

Analog zur steigenden Nachfrage wurde auch die Lagerfläche des Firmenkomplexes von ursprünglich 10.000 auf 40.000 m² erhöht. L-Shop-Team bildet als klassischer Großhändler das Bindeglied zwischen Herstellern und Handel. Dabei hat das Unternehmen etwa 100.000 Artikelvarianten von 98 Marken auf Lager. Hierzu zählen unter anderem T-Shirts, Caps, Schirme, Gastro- und Beautyartikel. Der durchschnittliche Lagerbestand an Teilen beträgt knapp 1 Mio. Die hohe Warenverfügbarkeit ermöglicht es, flexibel und zeitnah auf Bestellungen reagieren zu können. Treffen die Aufträge bis 15 Uhr ein, verlässt die Ware noch am gleichen Tag das Haus.

Intelligente Logistikkette

„Termingerechte Lieferung, stetige Verfügbarkeit, Preisstabilität und hohe Qualitätsstandards sind Kriterien, die in unserer Branche wettbewerbsentscheidend sind“, erklärt Stefan Schenk, Geschäftsführer von L-Shop-Team. „Oft erhalten wir sehr kurzfristige Anfragen, beispielsweise für Zubehör oder Kleidung für Veranstaltungen am nächsten Wochenende. Dann gilt es, sehr schnell, zuverlässig und hochwertig zu liefern“, ergänzt Schenk. Die Erfüllung dieser Anforderungen ist nur mit einer intelligenten Logistikkette möglich. Um die kurzen Lieferzeiten, die täglich gefordert sind, lückenlos einhalten zu können – und dies bei steigender Nachfrage – befinden sich entsprechende Intralogistiklösungen im Hause L-Shop-Team im Einsatz. Diese reichen heute vom Wareneingang über die Kommissionierung bis zum Warenausgang beziehungsweise Versand. Das Unternehmen setzt dabei die Fördertechnik der Firma AMI ein.

Lagerstruktur war stark manuell geprägt

Bis zur heutigen Fördertechniklösung, die sich über die gesamte innerbetriebliche Logistikprozesskette erstreckt, gab es verschiedene Entwicklungs- und Ausbaustufen. L-Shop-Team befand sich im Jahr 2007 an der Schwelle zu einem großen Wachstumsschritt. Die zuvor verteilten Lagerstandorte wurden zu einem Zentrallogistikzentrum konsolidiert. Damals war die Lagerstruktur stark manuell geprägt und man stieß aufgrund des erhöhten Aufkommens abzuwickelnder Bestellungen an die Grenzen der Belastbarkeit der Mitarbeiter. Teilweise galt es, sehr schwere Pakete manuell von A nach B zu bewegen – dies kostete Zeit und Kraft und ging auf Kosten der Effizienz und letztlich der Planbarkeit.

Somit wurde eine Teilautomatisierung im Lagerbereich mittels Fördertechnik von AMI angestrebt. Die erste Umsetzung im Jahr 2013 erstreckte sich über den Versandbereich und umfasste einen Pack-Loop mit Rollen- und Gurtförderer und Packplätzen. Dies wurde in weniger als zwei Monaten im laufenden Betrieb implementiert. Mit Optimierung der Versandstrecken ging eine höhere Geschwindigkeit bei geringerer Fehlerquote und Entlastung der Mitarbeiter einher.

Fördertechnik in allen Bereichen

Im Jahr 2014 führt das Unternehmen weitere Förderstrecken ein – diesmal in der Kommissionierung. Das jüngste und damit dritte Projekt erfolgte nach weiterem Ausbau des Lagers und betraf die Warenannahme. Somit sind heute vom Wareneingang über die Kommissionierung bis hin zum Versand alle wesentlichen Komponenten der Prozesskette mittels Fördertechnik verbunden. Durch die durchgängig automatisierten Prozesse beträgt die Auftragsdurchlaufzeit heute 1,5 Stunden – vom Eintreffen der Bestellung bis die Ware das Haus verlässt.

„Die Herausforderungen an die Fördertechnik bestanden unter anderem darin, dass Kartons verschiedener Größen und Qualität zu transportieren sind“, erklärt Matthias Bethke, Projektleiter bei AMI. „Zudem galt es, alle Parameter der drei verschiedenen Hallen und Besonderheiten wie Feuerwehrzufahrten zu beachten. Wir mussten demnach teilweise in die Höhe bauen. Die Implementierungen waren dabei innerhalb kürzester Zeit und störungsfrei beziehungsweise nahtlos in den laufenden Betrieb zu integrieren – damit es nicht zu Lieferengpässen kommt“, ergänzt Bethke.

Schenk unterstreicht: „Wir haben uns bereits zum dritten Mal in Folge für Lösungen von AMI entschieden, da die Zuverlässigkeit und hohe Qualität sowie Flexibilität der Systeme und Komponenten für uns erfolgsentscheidend sind. Unter dem Strich sind die AMI-Lösungen immer analog zu unserem Unternehmensausbau mitgewachsen und haben uns die Lage versetzt, unsere hohen Lieferziele immer umsetzen beziehungsweise steigern zu können.“ Weitere Ausbaustufen – auch aufgrund der zunehmenden Internationalisierung des Unternehmens – befinden sich bereits in Planung.

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