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Hallen und Zelte Individuelle Lagerhalle schafft Platz bei Automobilzulieferer

| Autor / Redakteur: Rüdiger Stipp / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Die wirtschaftlichen und montagerelevanten Vorteile des Leichtbaus gegenüber dem klassischen Massivbau bewogen die Verantwortlichen der Firma Autoliv bei der Erweiterung der Lagerkapazitäten in ihrem Werk in Dachau, den kompletten Auftrag an die Bad Rappenauer Losberger GmbH zu vergeben.

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Losberger-Systemhalle 35 m x 35,5 m, Bekleidung: 80-mm-Sandwichelemente im Dach zur Kondenswasserverhinderung, Trapezblech an den Seitenwänden. (Bild: Losberger)
Losberger-Systemhalle 35 m x 35,5 m, Bekleidung: 80-mm-Sandwichelemente im Dach zur Kondenswasserverhinderung, Trapezblech an den Seitenwänden. (Bild: Losberger)

Das weltweit agierende Unternehmen Autoliv B.V. & Co. KG, das seinen Hauptsitz in Schweden hat, ist Hersteller von Sicherheitssystemen, wie zum Beispiel Airbags, für die Automobilindustrie. Nach eigenen Angaben sieht sich das Unternehmen selbst als einen der Technologieführer in seiner Branche.

Leichtbau-Halle bietet Vorteile im Vergleich zum Massivbau

Aufgrund des gestiegenen Auftragsvolumens entschied sich Autoliv zur Erweiterung der Lagerkapazität in seinem süddeutschen Werk in Dachau. Die wirtschaftlichen und montagerelevanten Vorteile des Leichtbaus gegenüber dem klassischen Massivbau bewogen die Verantwortlichen dazu, verschiedene Lieferanten von System- und Leichtbauhallen anzufragen. Darunter war auch die Losberger GmbH, die dem Architekten von Autoliv bereits durch ein früheres, erfolgreich realisiertes Bauvorhaben bekannt war.

Gemeinsam mit dem Bauherrn und dessen Architekten arbeitete Losberger zwei unterschiedliche Konzepte zur möglichen Umsetzung der Anforderungen des Kunden aus. Aufgrund der sehr intensiven, stets am Bedarf orientierten Beratung bei der Lösungsfindung und des immer nachvollziehbaren Angebots, entschied sich Autoliv letztendlich für Losberger. Im Kosten-Nutzen-Vergleich fiel die Wahl auf die Ausführungsvariante mit einem 7,80 m breiten, frei auskragenden Vordach. Dadurch können die Lkw längsseitig ohne störende Stützen an die Halle heranfahren, reibungslos und effizient be- und entladen werden.

Leichtbau-Halle in nur zehn Wochen fertig

Neben der Hallenkonstruktion erhielt Losberger den Zuschlag für den Erdaushub, die Fundamentarbeiten sowie die Betonbodenplatte. Als Platz für die neue Halle wurde der ehemalige Firmenparkplatz ausgewählt.

Es entstand eine nahezu quadratische Systemhalle mit 35,00 m Spannweite und 35,50 m Länge mit dem gewünschten 7,80 m frei auskragenden Vordach. Die Traufhöhe wurde auf 6,60 m festgelegt. An den Seitenwänden ist die Halle mit einschaligem Trapezblech und im Dach, zur Verhinderung von Kondenswasser, mit 80-mm-Sandwichpaneelen bekleidet.

Neben dem 31 m langen First-Normlichtband zur natürlichen Belichtung der Halle, zwei Sektionaltoren sowie den baurechtlich vorgeschriebenen Fluchttüren wurde eine komplette Blitzschutzanlage installiert. Um die beiden 6,00 m breiten und 4,50 m hohen Sektionaltore an der Hallenlängsseite unterbringen zu können, wurde der Binderabstand individuell auf 7,00 m angepasst.

Nach einer Gesamtbauzeit der kompletten Halle inklusive aller vorbereitenden Bodenarbeiten von nur zehn Wochen kann der Bauherr die neue Halle nun wie geplant zur Lagerung von Airbags nutzen.

* Rüdiger Stipp ist Leiter Vertrieb Industrie bei der Losberger GmbH in 74906 Bad Rappenau

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