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Institut für Integrierte Produktion Indoor-Ortungssystem arbeitet mit Hilfe optischer Kommunikation

| Redakteur: Rüdiger Kroh

Ein Ortungssystem, das mit Hilfe optischer Kommunikation arbeitet, zeigt das IPH (Institut für Integrierte Produktion) auf der Cemat 2011. Bislang war die Ortung von Objekten vor allem ein Thema für den Außenbereich. In geschlossenen Räumen hingegen funktioniert GPS in der Regel nicht.

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Was außen funktioniert, wird innen zum Problem: Indoor-Ortungssysteme sind bislang aufwendig und teuer. Bild: Jala/Photocase.com
Was außen funktioniert, wird innen zum Problem: Indoor-Ortungssysteme sind bislang aufwendig und teuer. Bild: Jala/Photocase.com
( Archiv: Vogel Business Media )

Bei der Ortung in Gebäuden kommen Systeme zum Einsatz, die auf optischen oder funkbasierten Markierungen basieren. Diese Infrastruktur muss in den Räumlichkeiten untergebracht werden. Die heute am Markt verfügbaren Techniken sind jedoch aufwendig in der Installation und daher teuer in der Anschaffung. Insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sind diese Systeme kaum erschwinglich.

Forscher entwickeln Indoor-Kommunikationssystem

In dem Forschungsprojekt „Intelligente Schnittstellen in wandlungsfähigen Lieferketten“ (ISI-Walk) entsteht am IPH aktuell ein Indoor-Ortungssystem, das mit Hilfe optischer Kommunikation funktioniert. Vor allem KMU könnten davon profitieren. Denn in diesen Unternehmen sind die Lagerbereiche oft nicht so stark automatisiert wie in großen Firmen. Um veränderten Anforderungen gerecht zu werden, müssen sie daher häufiger umgestaltet werden.

Das neuartige Indoor-Ortungssystem soll den Umgestaltungsprozess unterstützen und auch mit kleinem Geld umsetzbar sein. So kosten die wesentlichen Bestandteile des Systems – eine Kamera und LED-Lampen – in verkleinerter Ausführung knapp unter 100 Euro. KMU könnten damit zukünftig flexibler auf veränderte Situationen in der Lieferkette reagieren.

Indoor-Kommunikationssystem trägt zum Umweltschutz bei

Neben dem Preis spricht auch die ökologische Nachhaltigkeit für das System: LED-Lampen spenden, im Vergleich zu Glühlampen, mehr Licht bei weniger Energieverbrauch. Zudem können LED auch zur Datenübertragung und somit zur Ortung genutzt werden. „Eine Investition in Wandlungsfähigkeit ist letztendlich immer eine nachhaltige Investition“, erklärt Sven Heißmeyer. Er ist Projektingenieur am IPH und der Koordinator des Projekts ISI-Walk.

Gemeinschaftsstand Logistics Network auf der Cemat 2011: Halle 12, Stand A04

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