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Smart Factory

Industrie 4.0 - die Revolution in den Fabrikhallen hat schon begonnen

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Industrie 4.0: welche Rolle hat der Mensch?

Doch das alles geschieht nicht von jetzt auf gleich. „Es wird eine Entwicklung sein, die nach und nach nicht nur die Anlagen, sondern auch das Denken der Mitarbeiter verändert“, sagt Professor Dieter Spath, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswissenschaft und Organisation IAO in Stuttgart.

Dort befasst man sich besonders mit der Frage, welche Rolle der Mensch in dem skizzierten Wandel spielt. „Die Möglichkeiten von Industrie 4.0 gehen unserer Meinung nach weit über die rein technischen Aspekte hinaus“, weiß Spath. Die Produktionsarbeit würde auch in Zukunft von menschlicher Arbeit geprägt sein – ganz besonders im Hochlohnland Deutschland. Dabei stellen sich die Stuttgarter Wissenschaftler unter anderem folgende Fragen:

  • Wie können wir diese menschliche Arbeit durch die neuen Möglichkeiten der Technik sinnvoll unterstützen? Wie können Zufriedenheit und Produktivität der Mitarbeitenden durch höhere Flexibilität und Selbstorganisation gesteigert werden?

Die Fraunhofer-Wissenschaftler wollen Lösungen entwickeln, welche die Flexibilität aller Mitarbeiter durch den Einsatz von Mobilgeräten, Kommunikationsmöglichkeiten und stärkerer Vernetzung mit Objekt- und Anlagendaten steigern sollen.

Nutzen würde das allen Beteiligten, wie in einem Blog des Fraunhofer IAO zu lesen ist: „Dem Unternehmen, indem anstehende Produktionsaufträge ohne Wartezeit und Bündelung in der Auftragslosgröße gefertigt werden können; dem Kunden, indem dadurch eine drastische Reduktion der Lieferzeiten möglich wird; den Mitarbeitern, indem starre Arbeitszeitmodelle flexibilisiert werden und an Präferenzen oder Lebenssituationen angepasst werden können; der Gesellschaft, indem der Mitarbeitereinsatz produktiver gemanagt wird, insbesondere in Verknüpfung mit einer sinnvollen Nutzung anfallender Leerlaufzeiten.“

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