Antriebstechnik Industriepreis 2013 für Linde-MH

Für die elektrisch angetriebenen Zweiwege-Rangierfahrzeuge Rotrac E2 und E4 erhält Linde Material Handling den Industriepreis 2013 in der Kategorie Antriebs- & Fluidtechnik. Der Preis wird für zwei Produkte vergeben, die in Kooperation von Linde-MH und Zwiehoff entstanden und von der Linde-Tochter Proplan produziert werden.

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(Bild: Linde-MH)

Rotrac E2 und E4 überzeugten die Fachjury aus über 30 Wissenschaftlern, Branchenvertretern, Industrieexperten und Fachjournalisten „wegen ihres hohen technologischen, wirtschaftlichen und ökologischen Nutzwerts“, wie Europas führender Anbieter von Flurförderzeugen in einer Pressemeldung angibt.

Maik Manthey, Vice President New Business & Products und unter anderem verantwortlich für das Geschäftsfeld Electronic Systems & Drives (ES&D) bei Linde-MH, freut sich über die Auszeichnung: „Sie bestätigt uns darin, unser langjähriges Engineering-Know-how auch für externe Kunden bereitzustellen.“ Manthey weiter: „Kooperationspartner aus unterschiedlichen Branchen profitieren von unserer Erfahrung in der Entwicklung elektronischer Antriebs- und Steuerungstechnik. Die Kooperation mit der G. Zwiehoff GmbH im Rahmen der Entwicklung von Rotrac E2 und E4 ist ein erfolgreiches Beispiel für eine derartige Zusammenarbeit.“

Potenzial der Linde-Antriebskomponenten erkannt

Seit 2010 vermarktet Linde Material Handling seine Kompetenzen in der Entwicklung und Fertigung von elektrischer Antriebstechnik unter dem Label „E-Motion“ – und die Zwiehoff GmbH gehört zu den ersten Kunden. Die Idee für die Entwicklung eines Zweiwege-Rangierfahrzeugs entstand 2010 auf der Baumaschinen-Fachmesse Bauma. Gerd Zwiehoff, Geschäftsführer der G. Zwiehoff GmbH, erkannte das Potenzial der Linde-Antriebskomponenten für sein Unternehmen und schlug bereits auf der Messe vor, gemeinsam ein kompaktes, effizientes und ferngesteuertes Rangierfahrzeug zu entwickeln.

Die Linde-Tochter Proplan Transport- und Lagersysteme GmbH brachte dazu ihr Know-how aus dem Sonderfahrzeugbau in den Produktionsprozess ein. Proplan-Geschäftsführer Herbert Kunkel: „Alle wesentlichen Antriebskomponenten – von den zwei elektromechanischen Antriebsachsen über Umrichter und Ladeschaltung bis zur Steuerung – stammen zwar aus der Serienfertigung der Linde-Gabelstapler, wurden jedoch zu einem bis dato nicht bekannten Fahrzeugkonzept zusammengefügt. Dabei sind wir auch innovative Wege gegangen und haben neben weiteren patentierten Lösungen für den Rotrac eine elektronische Starrachslenkung entwickelt.“

Weltweit sind Bahnunternehmen auf der Kundenliste

Linde-MH und Zwiehoff präsentierten den Rotrac E2 im Mai 2011 als Serienfahrzeug auf der Messe Transport Logistic in München. Seitdem findet der Rotrac E2 großen Anklang in der Bahnbranche. Außer einer Nutzung durch die Deutsche Bahn AG und durch Siemens Mobility werden die kompakten Rangiergeräte inzwischen weltweit ausgeliefert, zuletzt an Bahnunternehmen in Malaysia, Brasilien, Australien und Kasachstan. Auf Grundlage entsprechend leistungsstärkerer Staplerkomponenten entstand das Nachfolgemodell Rotrac E4, das im September 2012 auf der Verkehrstechnikmesse Innotrans in Berlin einem internationalen Publikum vorgestellt wurde. Der Rotrac E4 bewegt mit 500 t die doppelte Anhängelast des Rotrac E2.

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