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Cargo Inseln, Bomber und die Luftfracht

| Redakteur: Robert Weber

Der Streit um die chinesische Luftraumüberwachung im ostchinesischen Meer ruft die Supermächte USA und China auf den Plan. B52-Bomber durchfliegen die Region. Die Forderungen aus Peking sorgen für Säbelrasseln. Auch die Luftfrachtbranche könnte betroffen sein. MM Logistik sprach mit der IATA.

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(Bild: gemeinfrei, wikipedia.de)

Auslöser des Konflikts ist eine Inselgruppe (Senkaku-Inseln), die von China und Japan beansprucht wird. Gegenwärtig kontrollieren die Japaner die unbewohnten Landstriche. Die Regierung in Peking hat jetzt eine Luftraumüberwachung angeordnet. Das bedeutet: Flugzeuge, die den Luftraum kreuzen, müssen ihren Flugplan und die Herkunft anmelden sowie die Funkverbindung zu den chinesischen Behörden sicherstellen. Die US-Regierung warnt derweil auch zivile Fluggesellschaften, Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen, bis die Regeln für kommerzielle Flüge geklärt seien. Darunter fallen auch Frachtflüge.

IATA will mit Chinesen sprechen

MM Logistik sprach mit der IATA (International Air Transport Association). „Bis jetzt waren noch keine kommerziellen Flüge von der Luftraumüberwachung betroffen“, erklärte ein Sprecher gegenüber dieser Redaktion. Einige Fluggesellschaften mussten ihre Flugpläne allerdings manuell einreichen, heißt es weiter. Man bemühe sich, weitere Informationen von der chinesischen Seite zu bekommen, um die Anforderungen für zivile Flüge zu klären, so der Sprecher.

Auf Nachfrage von MM Logistik bei der Lufthansa Cargo gab deren Pressesprecher folgendes Statement ab: „Die Flüge nach beziehungsweise über China führen wir entsprechend der Routen durch, die im Rahmen der Verkehrsrechtsverhandlungen genehmigt werden. Vor jedem Flug wird ein genauer Flugplan erstellt, der von unseren Piloten so abgeflogen wird. Es gibt durch die aktuelle Situation keine Änderungen unserer Flugrouten nach beziehungsweise über China.“

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