Bestandsmanagement IPH will Mythen über Bestände aufdecken

Mythos und Wirklichkeit liegen oft weit auseinander — auch, wenn es um die Bestände von produzierenden Unternehmen und die Wirksamkeit von Bestandsanpassungen geht. Mit Hilfe von KMU möchten Wissenschaftler aus Hannover und Stuttgart ab 2012 herausfinden, welche Mythen stimmen. Am Projekt teilnehmen können Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, der Elektronik- und der metallverarbeitenden Industrie.

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Lügen haben kurze Beine. Ganz anders verhält es sich mit Mythen: Die haben oft einen langen Atem, selbst wenn sie sich längst als Irrtum erwiesen haben. Auch wenn es um Bestände in produzierenden Unternehmen geht, halten sich Mythen hartnäckig. Als oberstes Ziel gilt gemeinhin, die Bestände niedrig zu halten, um unnötige Lagerkosten zu vermeiden, Liquidität zu schaffen und kurze Durchlaufzeiten und hohe Termintreue zu ermöglichen.

Machen niedrige Sicherheitsbestände vom Lieferanten abhängig?

Geringe Bestände wiederum stehen im Verdacht, den Abstimmungsbedarf in der Produktion zu erhöhen. Und viele Unternehmer fürchten, sich mit niedrigen Sicherheitsbeständen zu stark von ihren Lieferanten abhängig zu machen. Wissenschaftlich untersucht sind die Effekte von Bestandsveränderungen bislang nicht. Das soll sich bald ändern.

Zusammen mit dem International Performance Research Institut (IPRI) aus Stuttgart möchte das IPH Institut für Integrierte Produktion Hannover ab 2012 Mythen rund um Bestände wissenschaftlich untersuchen. Unter dem Arbeitstitel „Stockmyth – Entwicklung einer ganzheitlichen Methode zur Umsetzung von Bestandsanpassungen unter Berücksichtigung intendierter und nicht-intendierter Effekte“ sollen gemeinsam mit Unternehmen Daten erhoben und analysiert werden. Auf diese Weise sollen Mythen auf ihren Wahrheitsgehalt geprüft und die Best Practises und Stolpersteine der Praxis aufgedeckt werden.

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