Logistikplanung

Schluss mit der „Katze im Sack“

| Redakteur: Benedikt Hofmann

Dank der Virtual-Reality-Anwendung können sich Kunden direkt in das Lagermodell versetzen und sich dort umsehen.
Dank der Virtual-Reality-Anwendung können sich Kunden direkt in das Lagermodell versetzen und sich dort umsehen. (Bild: Viality)

Um seinen Kunden zukünftig einen besseren Eindruck ihrer neuen Logistikimmobilie vermitteln zu können, setzt das Beratungsunternehmen Malorg Consulting im Rahmen seiner Logistikplanung zukünftig auf den Einsatz von Virtual Reality.

Die Errichtung eines neuen Logistikzentrums ist mit enormen Investitionen verbunden. Damit sich diese lohnen, müssen die Details für die spätere Bauausführung stimmen und logistische Abläufe und Prozesse optimal ineinandergreifen. Die Basis dafür bildet eine gute Planung. Um diese Phase noch effizienter zu nutzen, zahlt es sich aus, noch vor der Inbetriebnahme das Ergebnis zu begutachten und ein Rundumgefühl für das neue Gebäude und seinen Innenausbau zu bekommen. Dieser Gedanke beschäftigte auch das Beratungsunternehmen aus Dortmund. Nicht zuletzt, da Kunden diese Möglichkeit anfragten. Ob Dimensionierung einzelner Läger, Aufbau der Fördertechnik oder Wege für Mitarbeiter – das alles will das Beratungsunternehmen seinen Kunden schon vor der Realisierung nahe bringen.

Logistische Prozesse betrachten und bewerten

In Zusammenarbeit mit der Dortmunder Digitalagentur Viality erarbeitete Malorg auf der Basis eines aktuellen Realisierungsprojektes eine Virtual-Reality-Anwendung, die es erlaubt, Kunden direkt in das Lagermodell zu versetzen und sich dort umzusehen. Die im Rahmen der Feinplanung eines Projekts erstellten 3D-Modelle werden dafür nahtlos weiterverarbeitet und in ein individuelles Virtual-Reality-Modell umgesetzt. „Geschäftsführung und Mitarbeiter können sich somit schon vor der Errichtung einer neuen Immobilie einen Eindruck von der logistischen Ausgestaltung und den Abläufen im Lager machen“, erklärt Dr. Markus Nave, Geschäftsführer von Malorg Consulting. Die Anwendung läuft in herkömmlichen Browsern als Desktopversion, ebenso wie über mobile Endgeräte und lässt sich damit in Kombination mit verschiedenen VR-Brillen nutzen. Von einzelnen Stationsmarken aus, die im Modell integriert sind, lassen sich so beispielsweise automatisches Kleinteilelager und Hochregallager betrachten, genauso wie Wareneingang oder Fördertechnik. „Wir möchten das Thema unter dem Schlagwort Industrie VR weiterentwickeln, um unseren Kunden den größtmöglichen Nutzen zu bieten. So haben wir zum Beispiel auch Schulungsanwendungen im Blick“, ergänzt Nave.

Für die Kunden des Beratungsunternehmens ergibt sich in ihrem Logistikprojekt – neben der Visualisierung ihrer zukünftigen Logistik – frühzeitig die Möglichkeit, unternehmensintern Akzeptanz für das Vorhaben zu schaffen, so das Unternehmen. „In der Virtual Reality liegt damit viel Potenzial für verschiedene Unternehmensbereiche. Ob Kommunikation oder Produktion – die Anwendung ist mehr als eine nette Spielerei“, betont Benjamin Schulz, technischer Geschäftsführer der Digitalagentur Viality.

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