Z 2007

Jeder dritte Aussteller kommt aus dem Ausland

16.02.2007 | Redakteur: Jürgen Schreier

Insgesamt werden zur Z 2007 rund 900 Aussteller erwartet.
Insgesamt werden zur Z 2007 rund 900 Aussteller erwartet.

Leipzig (js) – Erneut kommt etwa jeder dritte der 470 Aussteller (37%) zur Z 2007 aus dem Ausland. Die vom 14. bis 16. März stattfindende Zuliefermesse kennzeichnen Länderpräsentationen

Leipzig (js) – Erneut kommt etwa jeder dritte der 470 Aussteller (37%) zur Z 2007 aus dem Ausland. Die vom 14. bis 16. März stattfindende Zuliefermesse kennzeichnen Länderpräsentationen aus allen Teilen Europas, wobei eine Vielzahl von Unternehmen das erste Mal in Leipzig dabei ist.

Premiere auf der „Z“ hat ein Gemeinschaftsstand von neun schwedischen Zulieferbetrieben für den Automobil- und Maschinenbau aus den Industrieregionen Göteborg und Malmö. Organisiert wird er von der schwedischen Zuliefermesse Elmia aus Jönköping, ein Resultat der seit Jahren währenden Zusammenarbeit mit der „Z“. Die skandinavische Messegesellschaft bewertet die Wirtschaftspräsentation in Leipzig als „Schritt auf den gesamteuropäischen Markt“.

Zu den Ausstellern gehört der Produzent von Schalldämpfungsmaterialien Antiphon AB, der unter anderem für Volvo, BMW, MAN und den russischen Automobilbauer Avtovaz arbeitet. Die Unternehmensgruppe Bendiro Metal Group AB mit Produktionsstätten in Schweden, Polen und der Ukraine ist ein innovativer Blechfertiger für die Bereiche Telekommunikation, Lüftungsbau, Kfz und weitere Branchen. Auf die Herstellung von Aluminium-Präzisionsteilen für High-tech-Anforderungen hat sich Elimag Göteborg AB spezialisiert. Zu den Kunden zählen Saab, Ericsson und Krauss-Maffei Wegmann. Spring Systems AB gilt als einer der führenden Lieferanten von Feder- und Drahterzeugnissen für die europäische Kfz-Industrie.

Erstmals mit einem Gemeinschaftsstand dabei ist Tatarstan, eine autonome Republik der Russischen Föderation. Daran beteiligt sich neben Kamaz, dem Hersteller des gleichnamigen legendären Lkw, auch das Automobilunternehmen Severstal-Avto. Insgesamt kommen 18 tatarische Unternehmen nach Leipzig. Diese von Präsident Mintimer Shaimiev angeführte Delegation nutzt ihren Besuch zur Z 2007 sowie zur zeitgleich stattfindenden Maschinenbaumesse INTEC zur Vorstellung ihres Landes. Auf einem Investitionsforum am 14. März stellen sie Tatarstans Wirtschaft, aktuelle Investitionsprojekte sowie Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit der Wolga-Republik vor. Neben den Generaldirektoren von Kamaz und Serverstal-Avto sprechen dort auch die führenden Vertreter des Automobilbauers Elaz und des Staatsbetriebes für Erdöl- und Erdgasverarbeitung Tatneft.

Das weiter gestiegene Interesse des russischen Marktes für den Messeplatz Leipzig zeigt sich auch in einer erneut gewachsenen Ausstellerbeteiligung aus der Region St. Petersburg. In diesem Jahr stellen neun Betriebe ihre Leistungen vor, darunter ein Softwaredienstleister für Ford, ein Unternehmen der Nanotechnik sowie ein Spezialist für Ultraschall-Oberflächenbearbeitung.

Neben dem Anbahnen von Exportgeschäften suchen die Unternehmen vor allem Kontakte zu erfahrenen Automobilzulieferern für eine Zusammenarbeit in der aufstrebenden Automobilregion St. Petersburg. Sie gilt mit der Ansiedlung von Ford und den in Planung bzw. im Bau befindlichen Fabriken von General Motors, Nissan und Toyota bereits jetzt als das „russische Detroit“. Insgesamt ist Russland mit 29 Ausstellern auf der Z 2007 vertreten.

Neu auf der „Z“ ist eine Länderpräsentation von Serbien und Montenegro. Fünf Unternehmen aus dem Kfz-Bereich offerieren am Stand der Regionalen Wirtschaftskammer Kragujevac aus Zentralserbien ihre Leistungen, darunter der traditionsreiche und einzige serbische Automobilhersteller Zastava, der in Kragujevac auch den Fiat Punto montiert. Über die sich wieder entwickelnde serbische Fahrzeugindustrie informieren Wirtschaftsvertreter der Region am 16. März auf dem Forum „Automobilzulieferindustrie in Osteuropa“ im Fachprogramm der „Z“.

Von Jahr zu Jahr steigt die Zahl tschechischer Aussteller auf der Zuliefermesse. 2007 kommt die Rekordzahl von 45 Unternehmen nach Leipzig. Sie repräsentieren die gesamte Nomenklatur an Zulieferungen und technischen Dienstleistungen für den Fahrzeug- und Maschinenbau, und sie verkörpern zugleich das stärkste Auslands-Aufgebot auf der Messe. Die tschechischen Aussteller nutzen die Schau, um langfristige Lieferbeziehungen zu Kunden in ganz Europa auf- und auszubauen.

Die tschechische Regierung unterstützt diese Bemühungen der zumeist kleinen und mittelständischen Firmen und fördert deren Messe-Beteiligung. Rund die Hälfte der Aussteller beteiligt sich zum wiederholten Mal an der „Z“, weil die Auftritte in Leipzig voll und ganz ihren Erwartungen entsprochen haben. Dazu trägt auch das Sächsisch-Tschechische Wirtschaftsforum bei. Diese regelmäßig zur Zuliefermesse angebotene Plattform nutzen am 14. März erneut Betriebe beider Seiten zur Kontaktpflege und Geschäftsanbahnung.

Die Rumänen bringen in diesem Jahr einen Dacia Logan mit auf ihren Gemeinschaftsstand. Um ihn herum gruppieren sich rumänische Automobil-Zulieferunternehmen, darunter Anbieter von Bremsbelägen, Kunststoffteilen, Blattfedern, Lenkgetrieben, Stossdämpfern und Bremsanlagen. Darüber hinaus beteiligen sich rumänische Unternehmen, die Anlagen für die Kfz-Industrie und Industrieöfen herstellen, Oberflächenbehandlungen anbieten, Nichteisen-Metallguss ausführen u.a.m.

Neuaussteller dominieren in diesem Jahr die österreichische Repräsentanz auf der Zuliefermesse. Die Wirtschaft der Alpenrepublik mit ihrer starken Fokussierung auf Leistungen für den Fahrzeug- und Maschinenbau nutzt die „Z“ seit Anbeginn zur Vorstellung ihrer Leistungskraft. Die Franz Rübig & Söhne GmbH & CO KG stellt ihre Kompetenz im Bereich Gesenkschmiedeteile für den Motoren-, Anlagen- und Landmaschinenbereich vor. Ebenfalls erstmals in Leipzig dabei sind der weltweit führende Erzeuger von Gas-Druckbehältern für verschiedene industrielle Anwendungen Worthington Cylinders, der Anbieter technischer Produkte aus Gummi und Kunststoff Stöffl und der Hersteller von Maschinenbaukomponenten Zörkler.

Insgesamt kommen Unternehmen und Institutionen aus 20 Ländern zur Z 2007. Neben Tschechien dominieren Aussteller aus Russland, gefolgt von Italien, Polen, Schweden, der Schweiz, der Ukraine, Ungarn, Rumänien, Serbien und Montenegro, Frankreich, den Niederlanden, Österreich und Bulgarien. Ebenso sind Unternehmen aus der Slowakei, Dänemark, Israel, der Türkei und der Volksrepublik China vertreten.

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