Gabelstapler Jungheinrich kehrt in die schwarzen Zahlen zurück

Redakteur: Stéphane Itasse

Die Jungheinrich AG, Hamburg, hat trotz des schwieriges Jahres 2009 wieder schwarze Zahlen geschrieben. Durch Maßnahmen zur Krisenbewältigung und Ertragsverbesserung wurde die operative Gewinnschwelle bereits im Herbst 2009 wieder erreicht, obwohl das Marktvolumen allein in den Jungheinrich-Kernmärkten in Europa um rund 46% zurückgegangen war, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilt.

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Dennoch gelang es Jungheinrich nach eigenen Angaben, die Marktposition auszubauen. Wegen hoher Einmalaufwendungen hat Jungheinrich das Gesamtjahr dennoch mit einem deutlich negativen Ergebnis abgeschlossen. Für das Jahr 2010 rechnet Jungheinrich mit einer leichten konjunkturellen Erholung und in der Folge mit einem gegenüber 2009 günstigeren Geschäftsverlauf.

Jungheinrich muss 2009 Umsatzverlust verkraften

Im Berichtsjahr 2009 sank der Konzernumsatz mit 1677 Mio. Euro um rund 22% unter den Vorjahreswert (2008: 2145 Mio. Euro). Das Inlandsgeschäft verminderte sich im Vergleich zum Vorjahr um 16%, während die Auslandsumsätze um 24% sanken, heißt es. Dadurch verringerte sich die Auslandsquote um zwei Prozentpunkte auf 72%.

Alle Geschäftsfelder waren vom Umsatzrückgang betroffen, am stärksten das Neugeschäft mit –34%. Das Miet- und Gebrauchtgerätegeschäft folgte mit lediglich –8%. Das After-Sales-Geschäft zeigte mit –4% eine relativ stabile Entwicklung.

Auftragseingang von Jungheinrich sinkt 2009 um 23%

Der Auftragseingang verringerte sich um 23% auf 1654 Mio. Euro (Vorjahr: 2145 Mio. Euro). Der Auftragsbestandswert des Neugeschäftes sank zum 31. Dezember 2009 um 14% auf 208 Mio. Euro (Vorjahr: 242 Mio. Euro).

„Jungheinrich hat durch schnelle und konsequente Umsetzung umfassender Anpassungs- und Restrukturierungsmaßnahmen den operativen Turnaround nach bereits acht Monaten geschafft. Dennoch ergab sich als Folge hoher Einmalaufwendungen insgesamt ein erheblicher Verlust, dem wir durch eine Kürzung der Dividende Rechnung tragen“, sagte Hans-Georg Frey, Vorsitzender des Vorstandes.

Für das Gesamtjahr 2009 konnte operativ ein positives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 8 Mio. Euro erwirtschaftet werden. Unter Einbeziehung der Einmalaufwendungen in Höhe von 80 Mio. Euro sank das EBIT auf –72 Mio. Euro (Vorjahr: plus 122 Mio. Euro).

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