Im Keller begann eine Erfolgsgeschichte

14.05.2012

- 1972 in Nürnberg gegründet - Beginn mit Beratung und Planung - Logistische Strategien und Lösungen - Wegweisende Konzepte für viele Branchen Nürnberg – Begonnen hat alles im Keller eines Reihenhauses in Nürnberg Thon: am 9. Februar 1972 gründete Adolf Klinkhammer dort sein Unternehmen. Man sieht den heutigen Seniorchef noch jeden Tag in der Firmenzentrale an der Wiesbadener Straße, er hat sich aber aus dem operativen Geschäft zurückgezogen und steht der nachfolgenden Generation beratend zur Seite. Sein Erfahrungsschatz reicht weit über die 40 Jahre Klinkhammer hinaus: Seit 1959 ist er als Konstrukteur und Projekteur für Förderanlagen in der Logistik zu Hause. „Für meinen damaligen Arbeitgeber, die Firma Bleichert, bin ich als Niederlassungsleiter nach Nürnberg gegangen und habe hier Fuß gefasst“, erzählt Adolf Klinkhammer. Ein Glücksgriff für Bleichert, denn nach nur zwei Jahren steigerte

- 1972 in Nürnberg gegründet
- Beginn mit Beratung und Planung
- Logistische Strategien und Lösungen
- Wegweisende Konzepte für viele Branchen
 
Nürnberg – Begonnen hat alles im Keller eines Reihenhauses in Nürnberg Thon: am 9. Februar 1972 gründete Adolf Klinkhammer dort sein Unternehmen. Man sieht den heutigen Seniorchef noch jeden Tag in der Firmenzentrale an der Wiesbadener Straße, er hat sich aber aus dem operativen Geschäft zurückgezogen und steht der nachfolgenden Generation beratend zur Seite. Sein Erfahrungsschatz reicht weit über die 40 Jahre Klinkhammer hinaus: Seit 1959 ist er als Konstrukteur und Projekteur für Förderanlagen in der Logistik zu Hause. „Für meinen damaligen Arbeitgeber, die Firma Bleichert, bin ich als Niederlassungsleiter nach Nürnberg gegangen und habe hier Fuß gefasst“, erzählt Adolf Klinkhammer. Ein Glücksgriff für Bleichert, denn nach nur zwei Jahren steigerte er den Jahresumsatz von 320.000 Mark auf 2,5 Millionen, später auf 3 Millionen Mark.
 
Der richtige Schritt
Nach einem schweren Autounfall 1970 und einer fast halbjährigen Auszeit reifte in ihm der Gedanke sich selbstständig zu machen. Ein mutiger Schritt, denn sein drittes Kind, Frank, war gerade mal zwei Jahre alt, und das neue Haus in Thon frisch bezogen. „Manchmal muss man einen Schritt wagen, um voranzukommen und seine eigenen Ideen zu verwirklichen“, blickt der Seniorchef zurück. Aus heutiger Sicht die richtige Entscheidung. Der geplante Hobbykeller wurde kurzerhand zum Büro umgebaut. Tabellenbücher, Rechentafeln, Kurvenlineale und Rechenschieber waren das Handwerkszeug – damals gab es noch keinen Computer. Seine Frau half mit, tippte und organisierte, während Adolf Klinkhammer die Kunden beriet und Anlagen plante. Einer der ersten großen Kunden war das Versandhaus Quelle. Mit dem Versender wurden viele neue Ideen verwirklicht und vorangetrieben.
 
Ganz langsam wird Automatisierung ein Thema
Anfangs, so Adolf Klinkhammer, betrug der Elektroanteil bei Förderanlagen zwischen sechs und zwölf Prozent. Heute beträgt der Automatisierungs-, Materialfluss- und Lagerverwaltungsanteil oftmals weit über 50 Prozent und ist der entscheidende Faktor bei Intralogistikkonzepten. Wobei die damaligen Steuerungskomponenten nicht gleichzusetzen sind mit den heutigen: „Ich erinnere mich an unseren Auftrag für Gervais-Danone in Ochsenfurt. Damals wurde die Anlagensteuerung über Schütze realisiert. Die Automatisierung baute also auf elektrisch oder pneumatisch betätigte Schalter auf. Heute sind Speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) und intelligente Materialfluss- und Lagerverwaltungssysteme das Maß der Dinge.“
 
Konsequent weiterentwickelt
1977 schuf Klinkhammer mit der Fertigung von Komponenten und der Montage neben der Planung und Beratung ein zweites Standbein. In diese Zeit fiel auch der Umzug in ein neues Gebäude – der Hobbykeller war längst zu klein geworden. Mit 800 Quadratmetern bot die umgebaute Halle an der Wiesbadener Straße genügend Platz für Wachstum und neue Ideen. Inzwischen gehörten Unternehmen wie Siemens, Hoffmann, Röckelein oder Datev, BMW, AEG oder Grundig zu den Kunden von Klinkhammer. 1991 dann der nächste große Schritt: Das Fertigungsgebäude wurde erweitert und modernisiert. Parallel zu den Gebäuden wuchsen Mitarbeiterzahl und Lieferumfang. Klinkhammer hatte sich vom Spezialisten für Förderanlagen und Materialflusslogistik zum Generalunternehmer in Sachen Intralogistik weiterentwickelt und die Bereiche Automatisierungstechnik und Lagerverwaltungssysteme kontinuierlich ausgebaut.
 
Vom Konzept bis zur Inbetriebnahme
Planung, Softwareentwicklung und Montage, Inbetriebnahme und Service, alle wichtigen Bereiche für durchdachte Logistiklösungen hat die Klinkhammer Group heute im Haus. Und auch die Nachfolge im Unternehmen ist längst geregelt. Frank und Detlef Klinkhammer kümmern sich um die Firma, den Ausbau und die Entwicklung. Die Leistungspalette für die Kunden ist umfassend. „Sie können auf einzelne Leistungen zugreifen oder mit uns komplette Lösungen realisieren. In jedem Fall können unsere Kunden auf die langjährige Expertise der Fachleute von Klinkhammer bauen“, unterstreicht Frank Klinkhammer, Geschäftsführer des Intralogistikspezialisten. Unternehmen wie adidas, Puma, Wago oder Rotho, BIG, Trolli oder Marburg Wallcoverings, Hoffmann Werkzeuge, Dennree, Rifag und viele andere gehören heute zu den Kunden von Klinkhammer. Hinzu kommen Unternehmen aus der Schweiz, Frankreich, Italien, Polen, Belgien, England oder auch China. „Wir sind sehr flexibel was Auftragsgröße als auch Auftragsinhalt betrifft“, erläutert Frank Klinkhammer. „Wir planen und realisieren komplette Logistikzentren ebenso wie automatisierte Förderanlagen oder Lagerverwaltungssysteme. Und das für fast alle Branchen.“ Wichtig bei allen logistischen Konzepten ist aber die Kompetenz in Planung und Softwareentwicklung unter Berücksichtigung der Hard- und Softskills der Kunden. „Beides haben wir im Haus, denn erst die intelligente Software für Steuerung und Lagerverwaltung sorgt für den optimalen Materialfluss.“
 
Wegweisende Konzepte für viele Branchen
Die Klinkhammer-Spezialisten erarbeiten passgenaue Konzepte – auf Wunsch auch mit externen Partnern, Lieferanten oder Architekturbüros. So wurde zum Beispiel das für den Textilmarkt komplett neue Konzept der „filialgerechten Kommissionierung“ für und mit dem Kunden Top Eagle Garment entwickelt. Auch die Planungen des hochautomatisierten Logistikzentrums für die Fertigungsversorgung und Ersatzteillieferung beim Weltmarktführer für Getränkeabfüllanlagen in Rosenheim oder das teilautomatisierte, neue Logistikzentrum für Brütsch-Rüegger in der Schweiz sind Beispiele für eine fruchtbare Zusammenarbeit. Aber auch Eigenentwicklungen wie der ATS – der autarke Palettenshuttle sind heute eine wichtige Grundlage für den Erfolg des Unternehmens aus Nürnberg.
 
Hintergrund, Daten und Fakten:
Die Klinkhammer Group wurde 1972 in Nürnberg gegründet. Das Intralogistik-Unternehmen versteht sich als Life-time-Partner von der Planung über die Softwareentwicklung bis hin zur schlüsselfertigen Übergabe – inklusive Rundum-Versorgung durch das Service24-Konzept. Softwarelösungen wie das Warehouse-Managementsystem DC21 und das Visualisierungsprogramm ConVis ermöglichen ein effizientes und einfaches Arbeiten. Das mittelständische Unternehmen mit 100 Mitarbeitern ist europaweit tätig und hat seinen Hauptsitz in Nürnberg. 2011 betrug die Betriebsleistung der Klinkhammer Group 19 Millionen Euro.
 
Weitere Informationen: www.klinkhammer.com
 
Bildtexte:
/ Hier fing alles an: Das Reihenhaus in Nürnberg Thon
 
/ Neubau der Fertigungshalle an der Wiesbadener Straße
 
/ Klinkhammer Group: Firmenzentrale an der Wiesbadener Straße in Nürnberg
 
/ Familienunternehmen: Detlef, Adolf und Frank Klinkhammer