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Schifffahrt Kommt der Jade-Weser-Port 2?

| Redakteur: Robert Weber

Heute wurde die Bekanntmachung zur Durchführung einer Machbarkeitsstudie für die Erweiterung des Tiefwasserhafens in Wilhelmshaven an die EU zur Veröffentlichung im Amtsblatt gesendet. In der Studie wird die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit eines zweiten Containerhafens in nördlicher Verlängerung des bestehenden Jade-Weser-Port (JWP) überprüft werden.

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Der Jade Weser Port ist ein wichtiger Leuchtturm in und um Wilhelmshaven. Noch während der Eröffnung wurde über eine Erweiterung spekuliert.
Der Jade Weser Port ist ein wichtiger Leuchtturm in und um Wilhelmshaven. Noch während der Eröffnung wurde über eine Erweiterung spekuliert.
(Bild: Weber)

Das Ergebnis soll Anfang 2015 vorliegen. Es wird dann als Grundlage für weiterführende politische Entscheidungen über den Zeitpunkt und das weitere Vorgehen bei Planung und Realisierung des Projekts dienen, heißt es in einer Pressemitteilung des JWP.

Ausgeschrieben werden insgesamt neun Lose. Die technischen Untersuchungen zur Erstellung der erweiterten Hafenfläche, insbesondere zur Sandgewinnung , Kajenkonstruktion sowie den unmittelbar angrenzenden Straßen- und Schienenanbindungen an das öffentliche Netz bilden ebenso einen Schwerpunkt wie Untersuchungen zur Bedarfsanalyse und Planbegründung für die Erweiterung. Weiterhin sollen im Rahmen der Studie die Auswirkungen einer möglichen Hafenerweiterung auf die Umwelt sowie das Thema Lärmausbreitung untersucht werden. Schalltechnische sowie nautische Untersuchungen und die Entwicklung von Optimierungspotentialen für einen umweltfreundlichen Hafenbetrieb, beispielsweise durch die Nutzung von alternativen Energien und Nutzung von Flüssigerdgas (LNG), runden das Untersuchungsprogramm ab.

Auftraggeber der Machbarkeitsstudie ist die landeseigene JadeWeserPort Logistics Zone GmbH & Co. KG.

Probleme am Kai?

Gegenwärtig kämpft der Hafen mit schlechten Nachrichten. Es fehlen die Schiffe. Über wirtschaftliche Entwicklungen wollte die Pressestelle des JWP nicht mit MM Logistik sprechen. Das Unternehmen verwies uns an den Terminalbetreiber Eurogate. Dort steht eine Antwort zur Bewertung des Vorhabens noch aus. Während der Eröffnung des JWP im vergangenen Jahr erklärte Emanuel Schiffer vom Terminalbetreiber Eurogate gegenüber MM Logistik: „Wir gehen davon aus, dass wir in sieben Jahren die Kapazitäten des Hafen ausgenutzt haben.“ Auf Nachfrage, ob dann ausgebaut werde, antwortete der Manager damals: „Das werden wir sehen. Ich möchte heute nicht spekulieren, was in sieben Jahren sein wird.“

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